Neueröffnung

"Plauderei" im Ried: Ein Café, das zum Bleiben einlädt

Bild: Tine Vogt
Im Donauwörther Ried entsteht ein neuer Treffpunkt – einer, der seinen Namen ganz bewusst trägt. Die „Plauderei“ soll ein Ort werden, an dem man gerne verweilt. Und vor allem: an dem man miteinander ins Gespräch kommt.

Zwischen alten Wänden und mit viel Eigenleistung wächst Schritt für Schritt ein Café, das mehr sein will als nur ein Platz für Kaffee und Kuchen. „Wir wollten einfach etwas, wo man ratschen kann, wo man verweilen kann“, sagt Inhaberin Christine Vogt. Der Name des neuen Cafés sei dabei fast von selbst gekommen – als Spiegel dessen, was hier entstehen soll.

Viel Eigenleistung – und ein lang gehegter Traum

Hinter der „Plauderei“ stehen Christine und Matthias Vogt, die sich mit dem Café einen langjährigen Wunsch erfüllen. Die Gastronomie begleitet beide schon seit vielen Jahren – nun folgt der Schritt in die Selbstständigkeit. Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als geradlinig. Das Gebäude im Ried, zuvor eine Bürofläche, verlangt den beiden einiges ab. „Es ist ein sehr alter Altbau – da kommen immer wieder Überraschungen ans Licht“, sagt Vogt. Vieles stemmt das Paar deshalb selbst, unterstützt von Familie und Bekannten. Der Aufwand sei groß, aber bewusst gewählt.

Bild: Tine Vogt

Der vielleicht sonnigste Platz der Stadt

Was den Standort im Donauwörther Ried – gleich gegenüber vom „Fischerbrunnen“ – so besonders macht, zeigt sich vor allem draußen. Die Lage gilt schon jetzt als eines der stärksten Argumente für das Café. „Wir haben hier eigentlich immer Sonne“, sagt Vogt und lacht. Vom Morgen bis in den späten Nachmittag sei der Platz lichtdurchflutet. Entsprechend wird es auch eine Außengastronomie geben – ein wichtiger Teil des Konzepts. Insgesamt gibt es rund 40 Sitzplätze. Ein Ort, der nicht nur funktional gedacht ist, sondern auch Aufenthaltsqualität bieten soll.

Zwischen Flohmarkt und Feingefühl

Auch im Inneren setzt die „Plauderei“ auf Individualität statt Einheitlichkeit. Alte Möbel, bewusst kombiniert, statt Einrichtung von der Stange. Tische, Stühle, kleine Fundstücke – vieles wurde über Flohmärkte, Antiquitätenläden oder Online-Plattformen zusammengesucht. „Da steckt brutal viel Zeit drin“, sagt Vogt. Manchmal auch Frust, wenn sich ein vermeintlicher Fund doch als vergeben herausstellt. Aber genau das macht für sie den Reiz aus. Möbel mit Geschichte, die schon etwas erlebt haben. „Die können einfach was“, sagt sie. Ein weiterer Vorteil der Immobilie: Durch die fast bodentiefen Fenster an der Front des Cafés gelangt auch viel Tageslicht ins Innere. Eine helle und freundliche Atmosphäre scheint schon jetzt garantiert.

Regional gedacht – ohne großes Versprechen

Kulinarisch soll die „Plauderei“ bewusst bodenständig bleiben. Frühstück, eine kleine Mittagskarte mit Burgern und Salaten, dazu Kaffee und Kuchen. Alles wird selbst gemacht, unterstützt von einer Konditorin und einem Koch. Wichtig ist den Betreibern vor allem die Herkunft der Produkte. „Wir wollen viel regional und bio einkaufen“, sagt Vogt. Bio- und Fairtrade-Kaffee gehören deshalb ebenso zum Konzept wie Im Donauwörther Ried entsteht ein neuer Treffpunkt – einer, der seinen Namen ganz bewusst trägt.

Zutaten aus der Region. Ein einzelnes „Signature-Gericht“ will man dabei nicht in den Vordergrund stellen. Stattdessen gehe es um „ein stimmiges Gesamtbild“. Was den neuen Treffpunkt im Ried letztlich ausmachen soll, lässt sich weniger über die Karte beschreiben als über die Atmosphäre. Vogt spricht viel von Begegnungen, von Gesprächen, von kleinen Momenten im Alltag. Gerade für Menschen, die sich bewusst außerhalb der eigenen vier Wände treffen möchten, soll das Café ein Anlaufpunkt werden. Auch deshalb wird es an zwei Tagen in der Woche abends geöffnet sein – ohne große Küche, dafür mit Raum für Austausch. „Es ist einfach schön, wenn man merkt, dass die Leute gerne kommen“, sagt Vogt. Genau dieses Gefühl möchte sie weitergeben.

Eröffnung mit ein wenig Geduld

Am 28. April feierte das Café seine offizielle Eröffnung. „Hinter uns liegen Wochen und Monate voller Planung, Renovierung, Vorbereitung und ganz viel Herzblut. Jetzt freuen wir uns riesig über euren Besuch“, erklärt Tine Vogt. „Kommt gerne vorbei, lasst es euch gut gehen und plaudert ein wenig mit uns.“ 

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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