Sie ist bereits fast 60 Jahre alt und mit ihren 3,25 Metern Breite längst nicht mehr auf die heutigen Anforderungen ausgelegt: Die Fuß- und Radwegbrücke über den Kaibach am Zaubergeigenbrunnen in der Promenade soll im Zuge der Landesgartenschau 2028 durch einen Neubau ersetzt werden. Der Bauausschuss der Stadt Donauwörth hat sich in seiner Sitzung am Montag einstimmig für die weitere Planung ausgesprochen.
Die bestehende Brücke stammt aus dem Jahr 1967. Das rund 65 Zentimeter hohe Geländer und die geringe Breite entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Für einen gemeinsamen Fuß- und Radweg sind inzwischen mindestens vier Meter vorgesehen.
Wie Patrick Wörle, Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH, erklärt, wäre eine Sanierung zwar grundsätzlich möglich. Unter anderem müssten die Brüstung angepasst, die Brüstungsfuge und die Fahrbahn gegen eindringendes Wasser abgedichtet und die Fundamente gegen Hinter- und Unterspülung geschützt werden.
Mehr Platz statt Sanierung
Im Zuge einer Konzeptstudie wurden deshalb mehrere Möglichkeiten für einen Ersatzneubau untersucht. Am sichersten für den Verkehr wären demnach zwei getrennte Brückenbauwerke für den Fuß- und Radverkehr. Doch laut Einschätzungen der Landesgartenschau GmbH ließe sich diese Möglichkeit rein zeitlich gar nicht mehr realisieren - bekanntlich müssen die Maßnahmen für die Landesgartenschau bis April 2028 fertiggestellt sein.
Die bevorzugte Lösung sieht deshalb vor, die Brücke deutlich großzügiger zu gestalten und zu verbreitern. Die Fläche des Bauwerks könnte dadurch von rund 10 auf etwa 50 Quadratmeter anwachsen.
Brücke wird Teil eines neuen Platzbereichs
Mit dem Neubau soll sich nicht nur die Brücke selbst verändern. Wie Wörle erläutert, könnte in dem Bereich zwischen Zaubergeigenbrunnen und Ochsentörl ein neuer Vorplatz der Promenade entstehen, der auch die Umgestaltung der Stadtgärtnerei mit einbezieht. Auch der Brunnen sowie der bestehende Ginkgobaum soll in die Gestaltung integriert werden.
Die Brücke könnte zudem leicht abgeschrägt werden. Dadurch soll die Situation für Radfahrer verbessert werden. Denn genau hier liegt bislang ein Problem: Die bestehende Brücke steht fast im Rechtenwinkel zu den aus Osten und Westen kommenden Wegen - das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern.
Rad- und Fußweg können nicht voneinander getrennt werden
In der Sitzung wurde deshalb auch darüber diskutiert, wie sich der Bereich für den Fuß- und Radverkehr noch weiter verbessern lässt. Stadträtin Brigitte Kundiger-Schmidt (EBD) sprach sich beispielsweise für Piktogramme, ein besonderer Straßenbelag oder eine optische Markierung aus.
Eine vollständige Trennung von Geh- und Radweg wird es jedoch auch mit dem Neubau nicht geben. Das hängt unteranderem auch mit der weiteren Wegführung in der Promenade zusammen. So soll auch der weiter westlich gelegene Holzsteg im Zuge der Landesgartenschau 2028 erneuert werden. Wörle kündigte an, dem Ausschuss auch dafür demnächst Pläne vorzulegen.
Grundsätzlich bestand im Ausschuss Einigkeit darüber, dass eine Verbreiterung der bestehenden Brücke am Zaubergeigenbrunnen notwendig ist. Ob allein mehr Platz ausreicht, um die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Fußgängern und Radfahrern vollständig zu entschärfen, bleibt abzuwarten.