Der Jubel war riesig, als die Namen von Jakob Distler und Tim Arnold in der voll besetzten Arena von Shanghai aufgerufen wurden. Nach den Dritt- und Zweitplatzierten stand fest: Das deutsche Duo gewinnt Gold im Beton- und Stahlbetonbau bei den WorldSkills 2026. Für die Bauinnung Nordschwaben ist der Erfolg besonders erfreulich, denn ein wichtiger Teil der Vorbereitung fand im Leistungszentrum in Nördlingen statt.
Dort trainierten Distler und Arnold intensiv für den internationalen Wettbewerb. Die Herausforderungen waren dabei groß: Neben der Reise nach China mussten sich die beiden auch auf eine spezielle Wettbewerbsschalung einstellen, die es in dieser Form nur in China gibt.
Zahlreiche Trainingsstunden fließen in Vorbereitung
Bundestrainer Josef Leberle wurde bei der Vorbereitung von einem erfahrenen Trainerteam unterstützt. Mit dabei war Jule Janson, selbst Vizeweltmeisterin von 2022, sowie Mohamed Ali Lamein, Vizeweltmeister von 2024 und Bronze-Europameister von 2025. Gemeinsam begleiteten sie die beiden Teilnehmer mit viel Erfahrung und Fachwissen. Zahlreiche zusätzliche Trainingsstunden flossen in die Vorbereitung ein.
In Shanghai wartete schließlich ein anspruchsvoller Wettbewerb. Innerhalb von vier Tagen mussten Distler und Arnold fünf Betonmodule errichten – darunter eine Wandkreuzung mit herzförmigem Ausleger, eine sechseckige Treppe, einen Tisch auf hexagonaler Basis sowie einen Bewehrungskorb und ein Betonteil mit WorldSkills-Logo. Alle Bauteile mussten vollständig eingeschalt und betoniert werden.
Ein echter Teamwettbewerb
Dabei kam es nicht nur auf handwerkliches Können, sondern auch auf perfekte Zusammenarbeit an. „Es ist ein Teamwettbewerb“, erklärte Bundestrainerin Jule Janson bereits im Vorfeld des Wettbewerbs. Während der vier Tage vor Ort durfte sie ihren Schützlingen allerdings keine Tipps geben, sondern das Geschehen lediglich von der Seitenlinie verfolgen.
Umso größer war die Freude über den Goldmedaillengewinn. Für Distler, Arnold und das gesamte Trainerteam wurde die intensive Vorbereitung belohnt. Gleichzeitig ist der Weltmeistertitel auch eine Auszeichnung für die Arbeit im Leistungszentrum der Bauinnung Nordschwaben in Nördlingen. Bei den WorldSkills 2026 holte Team Germany insgesamt zwei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen sowie 15 Exzellenzmedaillen und belegte im Medaillenspiegel Rang elf. Für die Bauinnung Nordschwaben bleibt damit ein besonderer Erfolg: Von der Vorbereitung in Nördlingen bis zum Weltmeistertitel in Shanghai. (toe/dra)