11. September 2019, 11:31

Albert Riedelsheimer als OB-Kandidat nominiert

Das Bild zeigt von links nach rechts: Ursula Kneißl-Eder, Thomas Krepkowski, Albert Riedelsheimer, Bärbel Stahl, Eva Lettenbauer, Wolfgang Goschenhofer Bild: Mara Kutzner
In Donauwörth wurde nun ein weiterer Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters offiziell nominiert. Dass er bei der Kommunalwahl 2020 antreten wird, war bereits bekannt, am Dienstagabend wurde Albert Riedelsheimer als Kandidat des Grünen-Ortsverbandes aufgestellt.

Zwar kamen zur Aufstellungsversammlung im Café LaKami einige Vertreter der Kreis-Grünen, darunter Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer, Kreisvorsitzende Ursula Kneißl-Eder und Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Goschenhofer aus Nördlingen. Wahlberechtigte Mitglieder waren allerdings nur sechs anwesend, der Ortsverband Donauwörth hat circa 15 Mitglieder. Sie wählten Albert Riedelsheimer mit 100 Prozent der Stimmen zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im März. 

Riedelsheimer ist 52 Jahre alt, gebürtiger Nordheimer und wohnt im Stadtteil Riedlingen. Beruflich ist er als Sozialarbeiter tätig. Seit 2012 ist er Mitglied des Stadtrats in Donauwörth und dort unter anderem Referent für Umwelt und Energie. Seit 2014 ist Riedelsheimer außerdem Mitglied des Kreistages und im Oktober 2018 wurde er in den Schwäbischen Bezirkstag gewählt. 

Reichsstraße soll zur Fußgängerzone werden 

"Der Innenstadt mehr Leben einzuhauchen", sei für Riedelsheimer eines der wichtigsten Aufgaben der kommenden Stadtratsperiode, sagte er am Abend seiner Nominierung. So könne sich der Kandidat einen regelmäßigen Runden Tisch vorstellen, an dem Stadt, City-Initiative und Hauseigentümer ins Gespräch kommen. Für den Verkehr - ausgenommen den Stadtbus - sollte die Reichsstraße zwischen Rathaus und Stadtkommandandenhaus komplett gesperrt werden. Die Strecke zwischen Stadtkommandandenhaus und Landratsamt will Riedelsheimer zum verkehrsberuhigten Bereich machen. So sollen VHS und Schulen im Spindeltal weiterhin mit dem Auto erreichbar bleiben. 

Verkehr entschleunigen

Auch an anderen Orten in der Stadt möchte Riedelsheimer Verkehrsprobleme lösen. Er schlägt Umsteigemöglichkeiten an den Stadtgrenzen in den Stadtbus um, sodass weniger mit dem Auto und eher mit dem Bus in die Innenstadt gefahren wird. Ein Fußgängersteg von einem Parkplatz an der Augsburger Straße über die Donau bis hin zum Volksfestplatz, würde ein Parkplatzproblem lösen und außerdem Parkmöglichkeiten für eine Veranstaltungshalle auf dem Gelände der ehemaligen Schwabenhalle schaffen. 

Riedelsheimer macht sich außerdem über eine Anbindung der Parkstadt an die Innenstadt Gedanken - vor allem weil bekanntlich auf dem ehemaligen Kasernenareal ein Wohnquartier für bis zu 2000 Bewohner entsteht. Die Konversion möchte der grüne Kandidat "vorantreiben". Nicht nur neue Wohnformen wie Betreutes Wohnen sondern auch gemeinschaftliche Gärten und eine Einkaufsmöglichkeit, welche bislang eigentlich nicht in den Plänen steht, will Riedelsheimer im neuen Alfred-Delp-Quartier umsetzen. "Eine Seilbahn wäre eine Chance", die Parkstadt und die Innenstadt zu verbinden, so Riedelsheimer, er möchte die Suche nach einem entsprechenden Investor vorantreiben. 

Im Wahlprogramm von Albert Riedelsheimer werden außerdem Themen wie die Stärkung des Hochwasserschutzes, die Schaffung von Rückhaltebecken in den südlichen Stadtteilen, der Durchstich unter dem Bahnhof zur Industriestraße, weitere Parkmöglichkeiten für Räder und Autos auf beiden Seiten des Bahnhofs und mehr Kommunikation mit der Bürgerschaft stehen. In die heiße Phase des Wahlkampfs wollen die Grünen im Januar 2020 starten.