Fraktionssitzung

Oettinger SPD sieht Hesselbergbahn als Chance für die Zukunft

Die Hesselbergbahn. Bild: Joachim Piephans
In der Diskussion um die Reaktivierung der Hesselbergbahn hat sich die Oettinger SPD-Fraktion klar positioniert und sieht diese als Chance auf eine nachhaltige Verkehrswende in der Zukunft.

In der letzten Fraktionssitzung der Oettinger SPD wurde das Thema Hesselbergbahn nochmals aufgegriffen. Keiner der SPD-Stadtratsmitglieder konnte die ablehnende Haltung der Kreis-CSU und der CSU-Kreistagsfraktion verstehen. In der Vergangenheit war es die CSU, die gefordert hatte, es müssten die notwendigen Fahrgastzahlen vorliegen, damit das Projekt Hesselbergbahn weiterverfolgt werde, fasste SPD-Stadt-und Kreisrat Georg Wiedemann zusammen. Nun lägen die geforderten Zahlen vor und trotzdem wollen CSU-Vertreter*innen die Pläne für die Hesselbergbahn auf das Abstellgleis führen.

Entscheidung der CSU "nicht nachvollziehbar"

„Leider sehen manche nur Probleme, anstatt in den Chancen die Zukunft zu sehen! Es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass eine Bahnlinie, welche vom Freistaat mit sehr hohen finanziellen Mitteln gefördert wird und diese nun ab dem Jahr 2024 von Gunzenhausen bis nach Wassertrüdingen fährt, dort auf dem Abstellgleis enden soll“, ergänzte SPD-Fraktionsvorsitzender Robin Bhattacharyya. Martina Krommrei erklärte, dass es Aufgabe der Politik sei, sich für die Bürger im Nordries einzusetzen und dies nicht nur zu Wahlkampfzeiten zu tun. Es sei Zeit für eine nachhaltige Verkehrswende, welche Entwicklungschancen für einen benachteiligten Bereich bieten.

Öffentlicher Verkehr sollte höheren Stellenwert einnehmen 

Auf die Benachteiligung des öffentlichen Verkehrs gegenüber dem Individualverkehr machte Dr. Karl Lill aufmerksam. "Es kann in der heutigen Zeit ökonomisch und ökologisch nicht sinnvoll sein, die B 25 zwischen Nördlingen und Möttingen auf 1,9 Kilometer für 15,7 Millionen Euro durch wechselnde Überholfahrstreifen, dem sog. 2+1 Ausbau, auszubauen, aber bei der Reaktivierung einer bereits bestehenden Bahntrasse zu zaudern", resümiert Lill. (pm)