Bauausschuss

So soll der Weg zwischen Donauhafen und Eichgassenbrücke aussehen

So soll der Uferweg zwischen Kaibach und Eichgassenwehr aussehen. Stufen führen direkt ans Wasser. Bild: Stadt Donauwörth/WGF Nürnberg
Die Verbindung zwischen Donauufer und Wörnitzufer rückt ein Stückchen näher. Der Bauausschuss hat nun einer Planung zugestimmt, die zusätzlich auch die Freilegung und Renaturierung des Kaibachs und eine Anbindung an die Kapellstraße vorsieht. 

Wer von der Altstadtinsel Ried zum Alten Donauhafen entlang der Flussufer spazieren möchte, kommt bislang nicht weit. Unter der Brücke an der Eichgasse führt ein Fußweg bis zur Einmündung des Kaibachs die Wörnitz entlang. Dort endet der Fußweg entlang des Flusses. Zum Donauhafen kommt man nur über die Kapellstraße. Das soll sich nun ändern. 

Lutz Worthman vom Nürnberger Landschaftsarchitekturbüro WGF hat die Planungen am Donnerstag in einer Sitzung vorgestellt. Am Platz am Denkmal "Junge Donau" an der Kapellstraße soll ein barrierefreier Fußweg zum Donauhafen und zum Ufer entstehen. Ein 2,50 Meter breiter Weg stadteinwärts entlang der Wörnitz soll zum Flanieren einladen und an den Fußweg an der Donaupromenade anschließen. Die Kaibachmündung wird mit einem Fußgängersteg überwunden und der Weg entlang der Wörnitz bis zur Eichgassbrücke mit einer Treppenanlage sowie einer Rampe zum Ufer, Sitzbänken und Bepflanzung gestaltet. 

Kaibach soll nicht mehr unterirdisch verlaufen

Die Variante sieht vor, das östliche Teilstück zwischen Kaibachbrücke und Donaupromenade als reinen Gehweg auszubauen. Ausschließlich das Teilstück vom Eichgassenwehr bis zur Kaibachbrücke soll ein gemeinsamer Geh- und Radweg werden. Allerdings wird somit eine Perspektive geschaffen, diesen Radweg in Zukunft an die Kapellstraße anzubinden. Interessant ist das Projekt auch deshalb, weil das Staatliche Bauamt eine verkehrssichere Umgestaltung des Knotenpunktes Kapellstraße/Augsburger Straße und einen Geh- und Radweg entlang der Zirgesheimerstraße befürwortet hat. Der Radweg würde sich somit auch in das gesamte Radwegekonzept integrieren.

Bislang ist es fast nur ein "Schleichweg" über eine schmale Gasse zwischen Gebäuden, der den Weg am Wörnitzufer mit der Kapellstraße verbindet. Die Pläne sehen vor, diesen Weg auszubauen und den Kaibach zwischen seiner Einmündung in die Wörnitz und der Kapellstraße freizulegen. Der Bachlauf soll renaturiert werden.

Bauausschuss beschließt 1,3 Millionen-Projekt 

Einstimmig hat sich der Ausschuss nun für dieses Projekt und gegen einen reinen Gehweg bzw. einen Geh- und Radweg ohne die Freilegung des Kaibachs ausgesprochen. Würde man die gesamte Strecke als Radweg ausbauen, müsste man aus Gründen der Sicherheit entlang des Ufers Geländer anbringen. Ein freier Blick und ein Zugang bis hinunter ans Wasser wäre somit nicht gegeben.

Auch der barrierefreie Zugang vom Platz der Jungen Donau, der von körperlich eingeschränkten Menschen, älteren Personen oder Besuchern mit Kinderwägen genutzt wird, müsste dann als Zu- und Abfahrt von Fahrradfahrern genutzt werden. Fußgänger könnten Radler dann aber eher als störend und gefährlich empfinden. 

Die Gesamtbaukosten werden sich auf etwa 1,3 Millionen Euro belaufen. Bis zu 400.000 Euro könnte die Stadt aus Töpfen der Städtebauförderung erwarten. So würde sich der städtische Anteil an den Gesamtkosten auf etwa 900.000 Euro belaufen. Weil notwendiges Gelände für die Freilegung des Kaibachs teils Eigentum des Freistaats Bayern und teils in Privateigentum ist, wird erst der Verbindungsweg, dann die Anbindung an die Kapellstraße realisiert. Laut OB Armin Neudert sei man bereits in Gesprächen mit den Eigentümern. Nun müssten Grunderwerbsverhandlungen geführt werden. 

Die Pläne sehen vor nicht nur einen Verbindungsweg zwischen Donauhafen und Wörnitzufer zu schaffen, sondern auch den Kaibach freizulegen. Bild: Stadt Donauwörth/WGF Nürnberg