14. Februar 2020, 12:19

Wohnanlage am BayWa-Gelände kommt

So soll die Wohnanlage einmal aussehen. Bild: lattkearchitekten
In der Vollsitzung am Donnerstag beschloss der Stadtrat Nördlingen die Entwurfsplanung für die Wohnanlage am ehemaligen BayWa-Gelände mit Kosten von 13,34 Millionen Euro. Im Frühjahr 2021 sollen die Arbeiten beginnen.

Kostengünstiges Wohnen in der Nähe der Nördlinger Altstadt: Damit dieser Traum für mehr Menschen in Erfüllung geht, hat der Stadtrat am Donnerstag eine Wohnanlage auf dem ehemaligen BayWa-Gelände auf den Weg gebracht. Architekt Frank Lattke präsentierte das Projekt mitsamt Grundrissen und der voraussichtlichen Kosten. 

Drei etwa gleich große Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 52 Wohneinheiten sind demnach geplant. Sie werden um einen zentralen Kinderspielplatz herum angeordnet, 44 neue oberirdische Parkplätze schließen sich. Eine gemeinsame Tiefgarage mit 34 Stellplätzen gehört ebenfalls dazu. Von kleinen bis zu ganz großen Wohnungen seien laut Lattke verschiedene Zuschnitte geplant, alle Wohnungen werden außerdem über einen Balkon verfügen. Die in Hybridbauweise erstellten Häuser (Stahlbetonkonstruktion innen, Fertigbauteile außen) sollen nach dem hohen Kfw 55 Effizienzhaus-Standard gebaut werden. Insgesamt veranschlagt der Architekt 14,3 Millionen Euro Kosten für die Anlage (inklusive Fördermitteln), deren Fertigstellung für August/September 2022 vorgesehen ist. 

Die Damen und Herren des Stadtrats waren von dem Projekt allesamt überzeugt und stimmten der Umsetzung der Entwurfsplanung einstimmig zu. "Ich halte das für einen Meilenstein, was wir hier heute machen", meinte Wolfgang Goschenhofer, Fraktionsvorsitzender Grüne-Frauenliste. Mehrere Nachfragen und Äußerungen gab es allerdings zu den geplanten Baukosten pro Quadratmeter (4400 Euro), unter anderem von Jörg Schwarzer (CSU) und Hans Weng (Stadtteilliste). Beide sahen die Kosten als üppig an, laut Architekt Lattke bewege man sich damit aber im Schnitt für Projekte des sozialen Wohnungsbaus. Wie preiswert die neuen Wohnungen für Mieter also letztendlich werden, bleibt also abzuwarten.