9. Januar 2020, 16:24

Bürgermesse anstatt Tagesordnung

Bild: Wolfgang Goschenhofer
Wenn Gemeinden und Städte alle Jahre  ihre Bürgerversammlungen abhalten, fühlt sich das oftmals wie eine Pflichtveranstaltung an, in puncto Attraktivität mit viel „Luft nach oben“, was Oberbürgermeisterkandidat der Grünen, Wolfgang Goschenhofer, für die Stadt Nördlingen mit neuen Impulsen gründlich ändern möchte.

Er schlägt eine Art „moderne Bürgermesse“ vor, und nennt seinen Plan „Verwaltung zu Anfassen“. „Bürgerinnen und Bürger begeistern und näher an den Menschen sein, das will ich mit einem neuen Format für Bürgerversammlungen auf den Weg bringen“, so Wolfgang Goschenhofer, „ich will der Veranstaltung ein neues Gesicht geben. Anstatt wie bisher im klassischen Format im Klösterle organisieren wir zukünftig ein regelrechtes Event.“

Er schlägt vor, mit einzelnen Präsentationen an Ständen einen Messecharakter zu schaffen. Pro Stand sollen sich so Hauptamt, Ordnungsamt, Bauverwaltung, Finanzverwaltung, Bauhof oder Stadtwerke persönlich vorstellen, über neueste Entwicklungen informieren und mit dem Bürgerinnen und Bürgern unmittelbar ins Gespräch kommen. Er spricht von einer Plattform des Austausches, im Mittelpunkt steht die direkte Kommunikation zwischen Verwaltung und Besuchern. Wolfgang Goschenhofer ist sich sicher, dass „sein“ neues Konzept sehr gut ankommen würde: „Viel familiärer und ungezwungener, die Leute sehen endlich mal, wer sie repräsentiert, mit wem sie vielleicht sonst nur telefonieren.“ Und alle Besucherinnen und Besucher können dann sich gezielt informieren. „Damit machen wir Bürgerversammlungen zu einem Ort der Begegnung und bieten Verwaltung zum Anfassen. Bürgernah, modern, transparent. So stelle ich mir Verwaltung 4.0 vor.“ (pm)