2. März 2020, 16:28

Carolina Trautner zu Gast in Donauwörth

Auf dem Bild zu sehen (von links): Oberbürgermeisterkandidat Joachim Fackler, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner und Landrat Stefan Rößle. Bild: Jenny Wagner
Eigentlich sollte der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder am vergangenen Montag zu Gast bei der CSU in Donauwörth sein. Aufgrund von Terminschwierigkeiten übernahm die jüngst als Staatsministerin gekürte Carolina Trautner den Besuch. So verlief die Wahlveranstaltung

Es war fast schon ein Glücksfall für den CSU Ortsverband, dass Ministerpräsident Markus Söder am vergangenen Montag keine Zeit hatte, um nach Donauwörth zu kommen. Denn Carolina Trautner, seit Kurzem Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, überzeugte mit ihrer authentischen und ehrlichen Art. "Ich vertrete schließlich auch nicht jeden Tag unseren Ministerpräsidenten", freute sich Trautner über ihren Besuch. 

Über den Tellerrand schauen

Oberbürgermeisterkandidat Joachim Fackler hatte zur Wahlveranstaltung in das Bistro der Kolping Akademie in Donauwörth geladen, ein Ort, "der in ihm schöne Erinnerungen weckt". "Am 15. Juli 2019 wurde ich hier mit 100 Prozent zum Oberbürgermeisterkandidat nominiert", blickte er zurück. Fackler machte deutlich, wie wichtig für ihn eine wirksame Vernetzung außerhalb des Ortsverbands sei. Gute Kontakte helfen seiner Meinung nach auch den Städten und Gemeinden. 

"Eine starke Wirtschaft bedeutet nicht, dass es allen gut geht"

Landrat Stefan Rößle zeigte sich erfreut über den Besuch der Ministerin. "Es gibt Zeiten, in denen droht das Soziale unterzugehen. Wir brauchen eine starke Wirtschaft, eine gesunde Umwelt, wir müssen aber auch die sozialen Aspekte beachten. Nur eine starke Wirtschaft reicht heutzutage nicht mehr aus." Er nutzte die Gelegenheit und appellierte an Trautner: "Wir haben bereits Sozialarbeiter an einigen Schulen in unserem Landkreis. Wir benötigen jedoch weitere Unterstützung." 

Barrieren abbauen 

In ihrer Rede griff Carolina Trautner, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, mehrere Themenbereiche auf. So sei es ihr ein wichtiges Anliegen nicht nur den Ausbau der Kitaplätze im Freistaat voranzutreiben, sondern auch das Image der Erzieher zu verbessern: "Was nutzen uns viele Kindergartenplätze, wenn wir niemanden haben der unsere Kinder betreut". Ebenso sprach sie das Thema Inklusion an: "Es gilt, viele Barrieren abzubauen, nicht nur im Kopf." Des Weiteren verdeutlichte Trautner die Wichtigkeit des Ehrenamts und rief zum Umdenken in der Seniorenpolitik auf. 

Sozialpolitik auf kommunaler Ebene stärken

Wie wichtig den Verantwortlichen der CSU der Buchstabe S in ihrem Parteinamen ist, wurde bei der Veranstaltung immer wieder angesprochen. Unter dem Motto ""Hinschauen, zuhören, kümmern - Sozialpolitik für die Menschen in Bayern" diskutierten im Anschluss Peter Goldammer (Leiter Kolping Akademie), Joachim Fackler (Oberbürgermeisterkandidat), Carolina Trautner (Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales) und Stefan Rößle (Landrat) über die derzeitige Sozialpolitik auf Landes- und kommunaler Ebene. So erfreue sich zum Beispiel die Ehrenamtskarte in ganz Bayern großer Beliebtheit. Landkreisweit wurden bereits mehr als 2.000 solcher Karten ausgestellt. OB-Kandidat Joachim Fackler sehe die Donauwörther Vereine als Bereicherung des Zusammenlebens. Sollte er Oberbürgermeister werden, wolle Fackler eine zentrale Anlaufstelle für Vereine in der Stadt Donauwörth einrichten.

Ebenso zeigte die CSU klare Kante in Punkto Inklusion. Landrat Stefan Rößle erzählte von im Jahr 2016 gegründeten Inklusionsbeirat, der den Kreistag und die Verwaltung seitdem berät. Oberbürgermeisterkandidat Joachim Fackler wolle das Ziel einer integrativen Gesellschaft weiter vorantreiben und zum Beispiel, das Donauwörth Rathaus vollständig barrierefrei gestalten.