20. Februar 2019, 16:17

Mehr Lebensqualität im Rahmen der neuen Altstadtsatzung

Hans Puffer, Bürgermeister Markus Landenberger-Schneider, OB-Kandidat Steffen Höhn, Holger Baumgärtel, Gerhard Munk, Jörg Schwarzer Bild: Lilly Schwarzer
Steffen Höhn fordert Anpassung an veränderte Lebensgewohnheiten.

Im Rahmen über die Diskussion der Altstadtsatzung besichtigte die CSU Nördlingen an konkreten Beispielen Auswirkungen neuer Regelungsvorschläge der Verwaltung. Anschaulich wurden z.B. verschiedene Balkontiefen, Fensterausführungen, Beschriftungen von Läden und verwendete Materialien begutachtet.

Die Altstadtsatzung soll das prägende Stadtbild Nördlingens erhalten, aber sie soll auch nach Meinung der CSU die Lebensqualität in der Altstadt der Bürger sichern und steigern. In der Altstadtsatzung hat sich manches bewährt, manches muss aber den sich verändernden Lebensgewohnheiten der Menschen angepasst werden. Zudem dürfen wir von den Bürgern und Ladenbetreibern bei der praktischen Umsetzung nur wirklich realisierbares fordern. Was aktuell nicht stört darf auch nicht übermäßig reguliert und verschärft werden.

So sind z.B. die nach der Satzung genehmigungsfähigen Balkone mit einer nutzbaren Tiefe von nur ca. 1,30 Meter deutlich zu schmal. Die oftmals in der Altstadt fehlende Möglichkeit, sich auf eigenem Grund im Freien aufzuhalten, ist auf einem zu schmalen Balkon keineswegs ein annähernd gleichwertiger Ersatz. Steffen Höhn, Oberbürgermeisterkandidat der CSU fordert in der neuen Satzung eine Vertiefung der Balkone. Ein lichtes Maß von generell 1,50 Meter Tiefe stellt einen Balkon dar, der für die Bürger auch sinnvoll nutzbar ist, z.B. für die Aufstellung eines Tisches. Eine Erweiterung um 20 cm ist in der optischen Wahrnehmung von außen fast nicht sichtbar, hat aber für die Nutzung einen erheblichen Komfortgewinn.

Die Beschriftung der Ladengeschäfte war ein weiterer Punkt der aufgrund einer neuen geforderten Regelung anhand von bestehenden Werbeanlagen besichtigt wurde. Durch die von der Stadt vorgeschlagene Regelung wäre ein Großteil der Werbetafeln bei einer Neuerstellung nicht mehr genehmigungsfähig. Da jedoch die meisten der Beschriftungen nicht als störend empfunden werden sieht man hier keinen tiefgreifenden Veränderungsbedarf. Nach dem Willen der CSU soll den Geschäftsleuten hier ein deutlich großzügigerer Spielraum gegeben werden, als von der Stadt gefordert.

Die CSU und ihr Oberbürgermeisterkandidat Steffen Höhn fordern die Themen frühzeitig öffentlich zu diskutieren. Für eine gute und akzeptierte Satzung ist es wichtig die Bürger mitzunehmen und in die Entscheidungen mit einzubinden. Der interessierte Bürger soll verstehen, warum in einzelnen Punkten so entschieden wird.