20. September 2019, 14:01

PWG gibt Wittner Rückenwind

David Wittner nach der Auszählung der Stimmen – die PWG Nördlingen unterstützt ihn zu 100 Prozent. Bild: Maximilian Bosch
Die Parteifreien nominierten David Wittner offiziell als OB-Kandidat in Nördlingen.

Von wegen Politikverdrossenheit: Circa 150 Gäste waren am Donnerstag dabei, als die Parteifreie Wählergemeinschaft Nördlingen David Wittner offiziell als ihren Kandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters nominierte. Das Restaurant Kleibls am Daniel war bis auf den letzten Platz gefüllt – sehr zur Freude des PWG-Vorsitzenden Johannes Ziegelmeir, der als erster das Wort an die Gäste richtete. Seit die PWG vor knapp einem Jahr Wittner als ihren Kandidaten präsentiert habe, sei viel passiert. Pressekonferenzen, Zukunftswerkstätten und Ortsspaziergänge in den zehn Stadtteilen wurden abgehalten, die Mitgliederzahl der PWG stieg von 76 auf aktuell 102. David Wittner habe sich in dieser Zeit als Führungsperson und Teamplayer gezeigt. „Wir sind fest überzeugt, dass er der richtige ist“, so Ziegelmeir im Namen der Vorstandschaft.

Drei Freunde und Weggefährten erzählten den Besuchern mehr über den Kandidaten: Oberbürgermeister Hermann Faul beschrieb Wittner als jemanden, der für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Strebsamkeit stehe. In seinen zehn Jahren als Leiter der Nördlinger Tourist-Information habe sich David Wittner besonders mit dem CittaSlowFestival große Meriten verdient. Andreas Schröter, Fußball-Cheftrainer beim TSV Nördlingen, erzählte von Wittners Zeit als Co-Trainer der U17 und Trainer der U23, die unter seiner Führung in die Bezirksliga aufstieg und bis heute dort spielt. Aus dem Sport wisse Wittner, wie man Menschen motiviert, zu einem Team formt und weiterentwickelt. Georg „Schorschi“ Beyschlag, Wittners bester Freund seit Kindertagen, zeichnete das Bild eines Kandidaten, der konsequent wie kein zweiter seine Ziele verfolge und umsetze. „Du lebst Nördlingen, sprichst die Sprache der Leute“, meinte Beyschlag, und war sich überzeugt: Am 30. März 2020 lautet die Schlagzeile „David Wittner ist Oberbürgermeister von Nördlingen.“ Eine Stichwahl hat er dabei schon einkalkuliert, die Wahl findet bekanntlich am 15. März 2020 statt.

Bevor die 59 anwesenden Stimmberechtigten über David Wittners Nominierung abstimmen durften, stellte der Kandidat nochmals seine Ideen für die Stadt vor. Seine Leitlinien sind die fünf Ws: Werte, Wirtschaft, Wohnen, Wittner und Wir. 30 Bausteine für eine gute Zukunft sieht Wittner, sie ergeben sich aus Daueraufgaben wie Wasser, Sauberkeit und Gesundheit sowie aktuellen Themen wie Hallenbad, Umwelt, Digitalisierung, Wohnraum und Mobilität. Vielschichtig, lebendig, sicher und nachhaltig soll die Stadt sein, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger. Zu denen will Wittner – ganz nach dem Vorbild von Hermann Faul – engen Kontakt halten. In der Weiterentwicklung der Stadt möchte der Kandidat Flächenfraß vermeiden, den Marktplatz als zentralen Treffpunkt weiter aufwerten und die Nö-Card zur Mobilitätskarte für den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Neue Freizeitangebote im Rieser Sportpark, z.B. Stand-Up Paddling auf dem See oder eine Kletterhalle, gehören auch zu seinen Ideen für das Nördlingen der Zukunft. Das und mehr wolle er im Dialog mit der Bevölkerung erreichen, um „die Dinge auf breiter Basis voranzubringen.“ Sein Slogan lautet daher auch „Nördlingens Zukunft gemeinsam gestalten.“

Die 59 Stimmberechtigten bei der Nominierung hat er jedenfalls überzeugt: Sie nominierten ihn in geheimer Wahl mit 100 Prozent als Kandidat für die Wahl 2020. „Vielen Dank von ganzem Herzen, ich nehme die Wahl an!“, sagte der vom Ergebnis sichtlich bewegte PWG-Kandidat. Dieser große Vertrauensvorschuss bedeute ihm sehr viel. Mit frischer Energie und dem Schub aus der Nominierung wolle er nun gemeinsam mit dem PWG-Team in die heiße Wahlkampfphase gehen.

150 Gäste und PWG-Mitglieder waren bei der Nominierungsversammlung dabei. Bild: Cara-Irina Wagner/Foto Hirsch