29. Mai 2019, 10:57

Stefan Rößle als Landratskandidat nominiert

Stefan Rößle wird erneut als Landrat kandidieren. Bild: Mara Kutzner
Die CSU Donau-Ries rüstet sich für den Kommunalwahlkampf. Stefan Rößle wurde bei der Vertreterversammlung erneut als Kandidat für die Landratswahl aufgestellt. In der Vorstandschaft der Christsozialen gibt es keine Veränderungen.

"Die Stimmung ist gut in der CSU", sagte Landrat Stefan Rößle zwei Tage nach der Europawahl bei der Kreisvertreterversammlung der Donau-Rieser Christsozialen in Wemding. Bei der Wahl am vergangenen Sonntag waren es für die CDU/CSU deutschlandweit zwar nur knapp 30 Prozent und in Bayern wurde die 40-Prozentmarke geknackt, im Landkreis waren es allerdings über 50 Prozent - das beste Ergebnis in Schwaben. Vom Europawahlkampf geht es für die CSU jetzt nahtlos in den Kommunalwahlkampf über. Die CSU Kreisvertreterversammlung wählte Rößle zu ihrem Bewerber für die Landratswahlen am 15. März 2020. Von 172 gültigen Stimmen sprachen sich 167 (97 Prozent) für den derzeitigen Landrat aus.

Vor seiner Nominierung blickte Röße auf die vergangenen sechs Jahre zurück. Seit seiner Wiederwahl 2014 investierte der Landkreis rund 65 Millionen Euro in Schulbaumaßnahmen und 20 Millionen Euro für die Kreisstraßen. "Wir haben gut gehaushaltet - ein Markenzeichen der CSU", attestiert Rößle dem Kreis. Schließlich ist der Landkreis seit 3 Jahren schuldenfrei. Nicht ganz einfach hatte es Rößle in den letzten sechs Jahren mit dem gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU). Zu Beginn der Wahlperiode hatte das gKU mit einem Millionen-Defizit zu kämpfen. Um dem Pflegekraftmangel entgegenzuwirken, musste erst vor kurzem 1 Million Euro investiert werden und mit dem Hepatitis-Skandal im letzten Jahr war ein weiterer Krisenfall zu lösen. Das alles habe man aber "erfolgreich bewältigt", so Rößle. 

Zukunftsthemen: Bildung, Digitalisierung, Energiewende

In seiner Rede bei der Kreisvertreterversammlung machte der Landrat deutlich, welche Themen er auch in Zukunft angehen will. "Bildung ist und bleibt das A und O", so Rößle. Es gelte nun das Technologiezentrum in Nördlingen auszubauen und eines in Donauwörth zu etablieren. In Schulbaumaßnahmen sollen erneut viele Millionen fließen. Als "das zentrale Thema" bezeichnete er die Digitalisierung. "Wir werden das Thema Digitalisierung zu einem Top-Thema in unserem Landkreis machen“, so Rößle. Dabei gehe es nicht nur um eine moderne Ausstattung von Schulen, sondern darum, den Breitband- und 5-G-Ausbau in der Region voranzutreiben und um weitere digitale Angebote in der Landkreisverwaltung. Auch mit dem Thema Energiewende müsse man sich in der nächsten Kreistagsperiode intensiv auseinandersetzten, sagte Rößle Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, steht der Biogasstandort Donau-Ries, bereits jetzt sehr gut da. Der Landrat betonte auch bei der Wärmegewinnung und im Verkehrssektor immer mehr auf erneuerbare Energieträger setzten zu wollen. 

"Den Draht zur Jugend aufrechterhalten"

"Die Jugend ist unsere Zukunft", so Rößle. Jugendliche hätten aber heute andere Herausforderungen und Sichtweisen als die frühere Generation. Rößle spricht damit die Sorgen um unseren Planeten und den Klimawandel an, die derzeit tausende junge Menschen auf die Straßen treiben. Das Thema Nachhaltigkeit möchte der Landrat in Zukunft gemeinsam mit der Jugend "noch viel stärker beackern."

Lange als Kreisvorsitzender bestätigt

An Rößles Nominierung schloss sich die Neuwahl der Kreisvorstandschaft an. MdB Ulrich Lange wurde in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätig. Seine Stellvertreter bleiben Wolfgang Fackler, Claudia Marb, Wolfgang Kilian und Reinhold Bittner. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt erneut Steffen Dollmann. Schriftführer sind weiterhin Julian Bumberger und Jürgen Landgraf.