18. Dezember 2020, 08:37

Toller Teamerfolg der XCYDE Angels gegen schillernde Eisvögel

Die jüngste Angels-Spielerin Mona Berlitz wusste erneut ein paar offensive Akzente zu setzen. Bild: Martin Fürleger
Die XCYDE Angels bleiben in eigener Halle unbesiegt. Gegen die Eisvögel aus Freiburg, die in den letzten Wochen einen echten Lauf hatten, gelang den Angels mit einer glänzenden Teamleistung ein nicht für möglich gehaltener 86:76-Sieg.

Eisvögel sind schillernde Kreaturen, manche glänzen sogar noch etwas mehr als andere. Freiburgs Nummer 23 Daneesha Provo, derzeit Topscorerin der 1.Basketball Bundesliga, ist so ein ganz besonderes Exemplar. Sie zu stoppen oder zumindest einzuschränken war ein Ziel der XCYDE Angels beim Aufeinandertreffen mit den Eisvögeln am Mittwoch Abend. Die US-Amerikanerin erzielte trotzdem 30 Punkte, was ihrem Team aber nicht zum Sieg helfen sollte.

Das Match begann mit einer Schrecksekunde, als Nani Ilmberger im allerersten Angriff mit einer Knieverletzung ausschied. Ihr Team steckte dies jedoch schneller weg als befürchtet und bekämpfte das Distanzwurf-Team Freiburg mit Schnellangriffen und Inside-Game. Zwei völlig unterschiedliche Szenarien an den beiden Körben mit dem Ergebnis, dass die Angels nach 10 Minuten sich mit ihrem Ansatz einen 25:20-Vorteil erspielen konnten.

Als hätten sich die Angels im ersten Viertel einiges von den Gästen abgeguckt, fingen sie im zweiten Abschnitt selber an, von außen zu treffen. Meynadier, Brodersen, Geiselsöder und Schlüter feuerten plötzlich Distanzschüsse ab und trafen. Überhaupt zeigten beide Teams Basketball auf höchstem nationalen Niveau, schenkten sich nichts in der Verteidigung und erfreuten mit tollen Offensivaktionen. Summierte 99 Punkte zur Halbzeit bekommt man im Frauenbasketball nicht alle Tage zu sehen, wobei die Rieserinnen mit 54:45 leicht in Führung lagen.

Das von den Angels traditionell ungeliebte dritte Viertel begann zur Überraschung der in der Halle anwesenden Helfer mit einem 10:2-Lauf für die Gastgeber. Grund war hauptsächlich die Verteidigungsarbeit, die sich jetzt auf Provo und Co so richtig eingegroovt hatte und resultierend aus den Ballgewinnen und Rebounds immer wieder sehenswerte Schnellangriffe. Mit 74:55 lagen die Angels vor dem letzten Viertel in Front, eigentlich eine beruhigende Führung. Doch ein Basketballspiel dauert 40 Minuten und nicht 30,  und die ersten drei Viertel hatten enorm Kraft gekostet, mental sowie physisch. Irgendwie mühten sich Schlüter und Co bis zur  37.Minute durch und lagen immer noch mit 80:70 vorn. Doch Freiburg hatte sich nicht aufgegeben. Provo war mittlerweile wieder im Unstoppable-Modus, bekam allerdings auch jeden Foulpfiff, den sie sich wünschte. Das Kollektiv der Angels mit einer umsichtig Regie führenden Levke Brodersen ließ sich allerdings nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Eine enorm aufmerksame Verteidigung mit Tori Waldner, dem Turm unter dem eigenen Korb, bildete den Grundstein für einen verdienten 86:76. Offensiv ragten aus einer homogenen Mannschaft Anneke Schlüter und Respect Leaphart heraus. Fünf Spielerinnen mit zweistelliger Punktausbeute belegen jedoch die Teamleistung, die an diesem Abend den Ausschlag gab Auch wenn der schillernde Eisvogel Provo am Ende mit 30 Punkten glänzte, der Erfolg und die Punkte für die Tabelle blieben im Ries. (pm)

Für die Angels spielten:

Selma Yesilova, Mona Berlitz (6), Magaly Meynadier (10, 1 Dreier), Levke Brodersen (5,1), Stephanie Sachnovski, Nani Ilmberger, Laken James, Laura Geiselsöder (12, 2), Anneke Schlüter (24, 2), Respect Leaphart (18), Tori Waldner (11, 13 Rebounds)