13. Dezember 2018, 16:47

We call it a „Klassiker“

Logo: XCYDE Angels Bild: XCYDE Angels
Die XCYDE-Angels aus Nördlingen treffen demnächst auf ihren „Lieblingskontrahenten“ den TSV Wasserburg.

Die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, der Oberbayer Franz Beckenbauer prägte einst den Ausspruch „We call it a Klassiker“ . Diese Bzeichnung trifft durchaus auf die Sonntags-Begegnung in Oberbayern zwischen den XCYDE Angels und dem TSV Wasserburg zu.  Mit der bevorstehenden Weihnachtspause neigt sich gleichzeitig die Hinrunde in der DBBL dem Ende zu. Nur ein einziger Gegner verbleibt noch auf dem Spielplan des Nördlinger Erstligisten und wurde von einigen Fans schon mit Spannung und Vorfreude erwartet. Ausgerechnet das einzige verbliebene Bayern-Derby gegen den „Lieblingskontrahenten“ den TSV Wasserburg wurde bis zum Schluss aufgespart und steigt am Sonntag in der BADRIA Halle. Während die anderen Teams der Liga in der folgenden Woche noch einmal antreten müssen, haben die Nördlingerinnen das erste Spiel der Rückrunde bereits vorgezogen und können schon am Sonntag Abend in Richtung der Feiertage blicken.

Ist man es von der Mannschaft vom Inn aus den letzten Jahren gewohnt sie an der Tabellenspitze anzutreffen, so findet man sie dieses Jahr „nur“ auf Rang drei der Tabelle vor. Mit dem komplett erneuerten Kader konnten sie zwar viele Siege feiern, gegen die über ihnen platzierten Mannschaften aus Marburg und Herne mussten die Wasserburgerinnen jedoch klein beigeben. Vor allem die vergangenen beiden Partien waren dabei denkbar knapp und nicht so souverän, wie man es vom TSV gewohnt ist. Dennoch behielten sie letztlich immer die Nerven und brachten die Punkte nach Hause. Ganz anders ist die Lage bei den Angels, die schon die ein oder andere knappe Niederlage einstecken mussten. Im Gegenzug bewiesen sie gegen die ungeschlagenen Marburger, dass man im Ries durchaus in der Lage ist auf hohem Niveau Basketball zu spielen und immer für eine Überraschung gut ist.

Nicht nur die räumliche Nähe der beiden Vereine macht die bevorstehende Partie so besonders, sondern auch die Tatsache, dass es ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten geben wird. Einerseits wäre da die Aufbauspielerin Jennifer Schlott, die in den letzten beiden Jahren noch im schönen Schwaben auflief und nun Topscorerin ihres neuen Teams ist. Andererseits ist Sidney Parsons, die vor einigen Jahren ebenfalls auf der Position des Point Guards für die Angels agierte, nun bei der Konkurrenz aktiv. Allerdings hält sie nicht auf dem Feld die Fäden in der Hand, sondern an der Seitenlinie, wurde doch mit ihr die Trainerposition neu besetzt.

Wie bereits erwähnt, haben sämtliche Leistungsträgerinnen den Verein verlassen und lediglich die 18-jährige Sophie Perner, die mittlerweile immer mehr Spielanteile bekommt, blieb aus der Vorsaison übrig. Neben ihr stehen drei deutsche Nationalspielerinnen im Kader des mehrfachen deutschen Meisters. Laura Hebecker war aufgrund einer Knieverletzung außer Gefecht gesetzt, während Svenja Brunckhorst in der Zwischenzeit Erfahrungen im Ausland sammelte und nun eine echte Führungspersönlichkeit ist. Ihnen zur Seite steht Leonie Fiebich, die im Sommer gemeinsam mit Angel Luisa Geiselsöder die Europameisterschaft der U18 feiern konnte, was eine weitere interessante Begegnung auf dem Spielfeld verspricht.

Eins haben die Rieserinnen dem TSV Wasserburg voraus. Während die Angels am letzten Wochenende den Einzug ins Pokal-Viertelfinale feiern konnten, sind Schlott und Co bereits aus dem Rennen um den Cup, nachdem sie schon in der ersten Pokal-Begegnung dem Meister aus Keltern den Vortritt lassen mussten.

Die Spannung steigt also vor dem „Klassiker“, wie man das Duell der bayrischen Vereine durchaus bezeichnen kann. Natürlich schwingt im Hinblick auf das anstehende Derby auch die Hoffnung mit, einen ähnlichen Sensationssieg wie im Vorjahr zu erkämpfen, als die Angels in eigener Halle den ersten Sieg gegen Wasserburg seit damals über fünf Jahren einfahren konnten. Da ein Bus mit Nördlinger Fans mit von der Partie sein wird, die ihr Team nach Kräften unterstützen werden, kann möglicherweise wenigstens ein bisschen „Heimspiel-Feeling“ mit nach Oberbayern genommen werden. Die daheim gebliebenen Basketballbegeisterten können das Spiel wie immer über den Live-Stream verfolgen, der am 16.12. pünktlich um 16 Uhr startet. (pm)