9. Februar 2022, 14:16
Basketball

Wie geht die Saison für die Eigner Angels weiter?

Am Rande des Europe Cup-Spiels der Hakro Merlins Crailsheim gegen Kiew wurden nicht nur Schals, sondern auch Informationen ausgetauscht. Letztendlich war es sowohl für die Merlins mit dem Einzug ins Viertelfinale wie auch für die Abordnung der Eigner Angels ein erfolgreicher Abend. Von rechts nach links: Peter Struck (Vorstand Eigner Angels), Martin Romig (Geschäftsführer der Crailsheim Merlins GmbH) und Thomas Lambertz (Vorstand Eigner Angels). Bild: Wolfram Uhl
Der Sieg der Eigner Angels Nördlingen gegen den TSV 1880 Wasserburg am vergangenen Freitag ist in mehrerlei Hinsicht wichtig für den weiteren Saisonverlauf der Kraterbasketballerinnen.

Nicht nur, dass man zum ersten Mal den bayrischen Konkurrenten vom Inn zweimal in einer Spielzeit besiegen konnte. Auch mit Blick auf die Playoffs war der 86:75-Erfolg ein sogenannter „big point“. Der direkte Konkurrent um den achten und letzten Playoff-Platz sind aktuell die Royals aus Saarlouis um Ex-Angel Maggy Meynadier. Bei gleicher Anzahl Spiele (19) und Siege (9) liegen beide Mannschaften gleichauf. Da die Angels allerdings im Saarland eine Niederlage erlitten, die zudem mit 60:101 äußerst schmerzhaft war, stehen die Royals vor den Nördlingerinnen. Der Showdown beider Mannschaften findet am 27.02.2022 in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle satt. Der direkte Vergleich würde bei gleicher Anzahl an Siegen also an die Inexio Royals aus Saarlouis gehen, siegen die Nördlingerinnen nicht mit 42 oder mehr Punkten, was eher unwahrscheinlich ist. Mindestens zwei Stolpersteine gibt es aber auf dem Weg in die Playoffs, zumindest was die Nördlinger angeht: der eine wartet in Freiburg, aktueller Tabellenzweiter. Dort treten die Eigner Angels am 20.02. an. Der zweite Stolperstein wären dann die Rutronik Stars aus Keltern, aktueller Tabellendritter und Gegner zu Hause am 23.02. Keines der Spiele darf verloren gehen, um die beschrieben „do or die“-Situation für die Angels in eigener Halle gegen Saarlouis zu kreieren, will man diese noch einfangen. Sollten alle drei Spiele tatsächlich gewonnen werden, dürfen sich die Rieserinnen keinen Ausrutscher mehr erlauben, will man das Erreichen der Endrunde aus eigener Kraft erreichen. Ein schwieriges Unterfangen, vergleicht man den kommenden Spielplan beider Teams. Der Vorteil liegt dabei auf Seiten des aktuellen Tabellenachten aus dem Saarland.

Es gäbe noch eine weitere Variante, die für die Eigner Angels nicht weniger schwer, aber ebenso interessant sein dürfte. Die Giro Live Panther aus Osnabrück liegen mit zwei Spielen weniger und einem Sieg mehr als Saarlouis und Nördlingen auf Rang sieben. Die Niedersachsen haben vom Spielplan her eine ähnlich schwere Ausgangsposition wie Nördlingen. Sie müssen sowohl noch nach Saarlouis (am 06.03) und dann nach Nördlingen (09.03). Je nach Tabellenstand können das ebenfalls Endspiele um die begehrten Playoff-Plätze werden. Egal wie, die Jagd auf die Plätze für die finale Runde ist eröffnet und verspricht ein extrem spannendes Saisonfinale, in welchem die Eigner Angels aktiv mitmischen können.

Partnerverein der Angels steht in der Pokalendrunde in Berlin

Nicht nur die Basketballdamen der Eigner Angels schreiben an ihrer eigenen Vereinsgeschichte. Historisches gibt es auch von den Hakro Merlins Crailsheim aus der 1. Basketballbundesliga der Herren zu berichten. Der Partner der Angels steht nicht nur in der Pokalendrunde in Berlin, seit gestern ist er auch Teilnehmer des Viertelfinales im Europe Cup. Und das bei seiner ersten Teilnahme an diesem internationalen Wettbewerb. Mit einem klaren 82:62-Sieg gegen Kiew geht die wundersame Basketballreise der Merlins weiter. Als persönliche Gäste von Martin Romig, Geschäftsführer der Crailsheim Merlins GmbH wurden Wolfram Uhl, Geschäftsführer der Firma Eigner Bauunternehmung als Namenssponsors der Eigner Angels, sowie die Vorstände der Eigner Angels, Peter Struck und Thomas Lambertz, zum Spiel eingeladen. Romig, selber diese Saison schon öfters Gast bei den Angels-Spielen, ließ durchblicken, welche Aufwendungen und Mühen alle Beteiligten der Crailsheimer auf sich nehmen. So hat sich zum Beispiel Crailsheims Trainer Sebastian Gleim zu Hause von seiner Familie isoliert, um einer möglichen Corona-Ansteckung vorzubeugen und die kommenden, möglichen Erfolge in Pokal, Europe Cup und Meisterschaft nicht zu gefährden. Auch nahmen die Spieler nicht am gemeinsamen Abendessen mit Fans und Sponsoren teil. Angesprochen auf die Belastung meinte Romig, dass Stand Dienstagabend die Merlins schon elf Spiele mehr bestritten hätten als die meisten Ligakonkurrenten. Die Merlins und Angels sind diese Saison eine strategische Partnerschaft eingegangen und so ergaben sich interessante Gespräche nicht nur über das Thema Basketball. Zudem konnten Kontakte geknüpft werden, die es nun weiter auszubauen gilt.(pm)