14. Oktober 2019, 10:45

XCYDE Angels Nördlingen siegt gegen Flippo Baskets Göttingen

Balldieb vom Dienst Magaly Meynadier bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Bälle klauen Bild: Martin Fürleger
Nach einem völlig vermurksten ersten Viertel steigerten sich die XCYDE Angels von Abschnitt zu Abschnitt und brachten am Ende einen fast schon souverän anmutenden 61:68-Auswärtssieg aus Göttingen mit nach Hause.

Durch dieses souveränen Sieg festigt die Truppe von Coach Ajtony Imreh ihren Platz im oberen Tabellendrittel.

Mit drei erfolgreichen Dreiern legten die Flippos zu Beginn mächtig los, so dass den Angels erst einmal die Luft wegblieb. Während bei Göttingen alles zu klappen schien, lief bei den Gästen kaum etwas zusammen. Da wurden Rebounds verschlafen, gute Wurfgelegenheiten ausgelassen und Turnovers begangen. Erst mit der Einwechslung von Youngster Julia Förner kam mehr Zug in die Angriffe der Rieserinnen, so dass man „nur“ mit zehn Punkten im Rückstand lag.

Im zweiten Viertel verlegte Coach Imreh die Angriffe seines Teams ganz tief in die gegnerische Zone, wo immer wieder McCray und Luisa Geiselsöder gefunden wurden, die dann häufig leichtes Spiel hatten. Hauptproblem der Gäste war das verpasste Einsammeln von Rebounds. Immer wieder gelang es den Flippos den Abpraller ihrer Fehlwürfe zu erhaschen und dann auch gleich zu verwerten, allen voran Flippo-Spielerin Cayla McMorris, die in der ersten Halbzeit fünf Dreier versenkte und nach 20 Minuten bereits 19 Punkte auf ihrem Konto hatte. Angesichts der eher durchwachsenen Leistung der Angels war der Halbzeitstand von 36:30 noch durchaus passabel und gab Anlass zu Hoffnungen.

Nach der Pause war es mit dem Göttinger Wurfglück erst einmal vorbei. Die Umstellungen in der Angels-Defense schienen zu greifen. Als Luisa Geiselsöder kurz vor Ende des dritten Viertels einen Göttinger Fehlpass erwischte und über das ganze Feld dribbeln konnte um zu vollstrecken, leuchtete plötzlich eine Gästeführung von der Anzeigetafel. Alles offen.

Angels-Playmaker Leslie Vorpahl ging jetzt mit Selbstbewusstsein voran und leitete den Umschwung zugunsten ihres Teams ein. Erst als Sami Hill fünf Fahrkarten von der Freiwurflinie  schoss, glaubten die Göttingernoch einmal an ihre Chance. Deren Local Hero Crowder nahm jetzt das Spiel offensiv in die Hand. Mit einem Dreier und einigen Freiwürfen brachte sie ihr Team nicht nur heran, sondern mit 59:58 in Führung da noch zwei Minuten zu spielen waren. Dann schlug die Stunde von Kapitänin Magaly Meynadier. Ihr war es vorbehalten, ihr Team auf die Siegerstraße zu bringen. Mit einem Steal und einem blitzsauberen Dreier holte sie die Führung für die Gäste zurück und am Ende, als es wirklich wichtig war, traf Sami Hill die entscheidenden Freiwürfe zum zweiten Auswärtssieg in Folge. Mit drei Siegen und nur einer Niederlage rangieren die Nördlinger auf einem sensationellen dritten Tabellenplatz und freuen sich auf das nächste Heimspiel am kommenden Sonntag.

In Göttingen spielten: Vorpahl (16), McCray (14), Meynadier (11), Förner (2), Hill (7), Laura und Luisa Geiselsöder (18), Obanor, Sachnovski , Äijänen. (pm)