28. November 2019, 12:05

Dorfläden rüsten sich für die Zukunft

Der Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung Klemens Heininger, Konversionsmanagerin Barbara Wunder und die Teilnehmer des Dorfladennetzwerkes Donau-Ries. Bild: Eva Münsinger; B+ Blossenau
Zum Jahresabschluss 2019 trafen sich die Dorfläden des Landkreises Donau-Ries um über wichtige Zukunftsprojekte zu diskutieren. Auch Vertreter der Kommunen die einen Dorfladen gründen möchten sind dabei. Bewährte Projekte werden weitergeführt und neue Ideen in den nächsten zwei Jahren umgesetzt.

In der vergangenen Woche trafen sich die Vertreter der Dorfläden im Landkreis Donau-Ries zur Projektplanung. Stabsstellenleiter Klemens Heininger dankte den Dorfläden in seiner Begrüßung für ihr außerordentliches Engagement für die Gemeinschaft und die Bereitschaft, ehrenamtlich nach der regulären Arbeitszeit im Dorfladennetzwerk mitzuarbeiten. Über die zukünftigen Projekte des Dorfladennetzwerkes wurde konstruktiv diskutiert. So werden erfolgreiche Maßnahmen wie die Regionale Einkaufswoche im Juli beibehalten. Auch auf regionalen Märkten und Messen werden sich die Dorfläden weiterhin der Bevölkerung präsentieren. In der Vergangenheit wurden bereits Flyer, Broschüren und Plakate erarbeitet. Zudem wir es neue Produkte im Bereich Marketing geben. Hier stehen die regionalen Produkte des Landkreises wieder im Fokus. Auch ein Kindereinkaufstag soll im nächsten Jahr realisiert werden. Im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeit im Dorfladennetzwerk stehen aber auch Schulungen zur Professionalisierung der Dorfläden im Landkreis Donau-Ries. Die Unterstützung des Konversionsmanagements in Form des Dorfladennetzwerkes Donau-Ries funktioniert bereits seit drei Jahren sehr kooperativ und konstruktiv, weiß Konversionsmanagerin Barbara Wunder zu berichten.

Unterstützung der Dorfläden

Das Dorfläden in der Struktur der Dörfer heute wichtiger sind denn je, zeigt das bayernweite Sterben der inhabergeführten Lebensmittelmärke. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und fehlenden Nahversorgungsstrukturen ergreifen Dorfgemeinschaften daher selbst die Initiative und gründen Genossenschaften. Dass dieses System gut funktioniert, zeigen die zehn etablierten Dorfläden im Landkreis Donau-Ries. Landrat Stefan Rößle betont in diesem Zusammenhang: „Wir sind einzigartig in ganz Deutschland! Das Dorfladennetzwerk Donau-Ries ist das einzige Netzwerk deutschlandweit, dass Dorfläden lokal auf Landkreisebene vernetzt und unterstützt.“ Ein Vorteil des Netzwerkes ist vor allem der der Erfahrungsaustausch, das kooperative und arbeitsteilige Handeln sowie der Austausch von Informationen und Ideen. Fachlichen Input zu unterschiedlichsten Themen geben sich die Teilnehmer gegenseitig, das Konversionsmanagement oder Experten aus der Region. Mit den Schulungen soll im nächsten Jahr der fachliche Input verstärkt werden.

Schwerpunkt im Konversionsmanagement

Das Konversionsmanagement des Landkreises Donau-Ries koordiniert dieses Netzwerk, leitet die gemeinsamen Projekte und unterstützt die Dorfläden vor allem in den Bereichen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Durch ständigen Austausch, Wissenstransfer und Diskussion über aktuelle und zukünftige Bedarfe im Netzwerk bleiben die Prozesse für alle Teilnehmer transparent. Projekte werden gemeinschaftlich erarbeitet und so von allen getragen.

Das Konversionsmanagement Donau-Ries in der Stabsstelle Kreisentwicklung ist Ansprechpartner rund um das Thema Dorfläden und regionale Produkte. Für weitere Informationen und Fragen zum Dorfladennetzwerk wenden Sie sich an Konversionsmanagerin Barbara Wunder unter 0906/74-305 oder unter barbara.wunder@lra-donau-ries.de oder informieren Sie sich auf dem Regionalportal unter: www.donauries.bayern/dorfladen. (pm)