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Bekommt der Geopark ein Besucherzentrum?
Bild: Geopark Ries

Bekommt der Geopark ein Besucherzentrum?

Für Diskussionsstoff sorgte am vergangenen Dienstag im Kreistag der Tagespunkt „Geopark Ries – Besucherzentrum“. Diskutiert wurde unter den Mitgliedern, ob eine Machbarkeitsstudie für ein Geopark Ries – Besucherzentrum durchgeführt werden soll. Insgesamt soll der Bau des Besucherzentrums 5 Millionen Euro kosten. 

Landkreis – Nach dem Vorschlag von Landrat Stefan Rößle ein Besucherzentrum für den Geopark Ries zu bauen, gründete sich vor geraumer Zeit eine Arbeitsgruppe des Landratsamtes unter Leitung der Geopark Ries Geschäftsführung mit den Zielen, mögliche Aufgaben, Chancen und Risiken eines Geopark Ries- Besucherzentrums zu eruieren. Landrat Stefan Rößle bezeichnete die Idee als eine „riesen Chance für unsere Region“. In der heutigen Sitzung des Kreistages wurde bekannt, dass angesichts der Bedeutung und der Kosten des Projektes eine Machbarkeitsstudie von Vorteil wäre.

Günther Zwerger, Geschäftsführer der Kreisentwicklung im Landratsamt Donau-Ries, führte in einem Vortrag den Mitgliedern des Kreistages die Vor- und Nachteile eine Besucherzentrums auf. Laut Zwerger fördere das Geopark Ries-Besucherzentrum unter anderem die ländliche Region und stärke die wirtschaftliche Entwicklung. Des Weiteren würde die UNESCO-Bewerbung des Nationalen Geoparks unterstützt werden und eine stärkere Idenfikation mit der Region erfolgen. Hingegen sprächen die hohen Kosten für Bau, Einrichtung und Betrieb in Höhe von 5 Millionen Euro, das Risiko des Scheiterns und die Verkehrsbelastung gegen ein Besucherzentrum. Speziell in Mönchsdeggingen sprächen mögliche Einschränkungen durch den Naturschutz und vor allem die Nichterreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegen den Standort.

Ist ein Besucherzentrum nötig?

Ulrich Lange, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, sprach sich für eine Machbarkeitsstudie aus: „So eine Studie kann uns helfen die Grundlagen und Dinge zu klären, die wir klären wollen. Außerdem kann die Studie uns Aufschluss geben über das Potenzial das wir in unserer Region haben“, so Lange. Ursula Straka, SPD-Kreistagsvorsitzende, äußerte keine Zweifel an der Machbarkeitsstudie: „Die Idee ist nach Meinung der SPD-Fraktion eine gründliche Prüfung wert. Die Notwendigkeit einer Machbarkeitsstudie steht aber außer Frage“. Andrea Eireiner, Mitglied der Grün-Sozialen Fraktion, äußerte im Kreistag ihre Kritik an dem Projekt: „Brauchen wir dieses Besucherzentrum überhaupt?“

Im Anschluss entschiedenen sich bis auf 4 Kreistagsmitglieder alle für den Beschluss. Der Kreistag beauftragt die Verwaltung, Angebote für eine Machbarkeitsstudie für den Bau und den Betrieb eines Geopark Ries-Besucherzentrums einzuholen.

 

Über Jenny Wagner

Volontärin. Recherchiert und schreibt für online und im blättle. Immer unterwegs, ob bei einer politischen Diskussion, einem Unfall oder im Eins-zu-eins Gespräch mit ihren Interviewpartnern. Zimmerpflanzenbeauftragte im Redaktionsbüro. Steht in ihrer Freizeit auf dem Tennisplatz.