8. Mai 2019, 08:05

„FLUCHTPUNKTE“ in Oettingen

Das Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen hat erheblichen Raumbedarf. Bild: Yvonne Adam
Am Montag, den 13. Mai 2019 diskutieren rund 150 Schüler/-innen des Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen über Flucht-Fluchtursachen-Integration-Chancen, aber auch über evtl. bestehende Ängste. Als Grundlage für die Diskussion dienen Filmbeiträge.

An der abschließenden Diskussion nehmen Herr Peter Keup als Zeitzeuge der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, die Migrationsbeauftragte Frau Ulrike Zitzlsperger, Frau Ulrike Barth vom Jugendmigrationsdienst, die Stadträtin und Betreuerin des Integrationscafés Frau Annemarie Leigart, sowie weitere Podiumsgäste als Vertreter/-innen der Zivilgesellschaft aus Politik, Verwaltung und Nichtregierungsorganisationen teil.

Schirmherrin des Projektes ist Prof. Dr. Gesine Schwan; gefördert wird der Projekttag von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Aktuell werden in Deutschland die Themen Flucht und Asyl breit diskutiert und wir erleben eine veränderte Diskussion zu den Grundrechten. Zudem wird unser Grundgesetz im Mai 2019 70 Jahre alt und Deutschland feiert zum dreißigsten Mal die friedliche Revolution des Jahres 1989. Dies alles sind sehr gute Gründe, sich die historische Entwicklung des Grundgesetzes anzusehen.

Der Demokratieprojekttag „FLUCHTPUNKTE – Perspektiven auf Flucht aus, in und nach Deutschland“ ist aus dem „Mutterprojekt“ „GG19 – Ein guter Tag für die Demokratie“ heraus entstanden. Es ist unser Anliegen, mit Schüler/-innen über die Grundlagen unseres Demokratieverständnisses zu sprechen, verschiedene Blickwinkel aufzuzeigen und über die Entstehungshintergründe unserer Demokratie zu informieren.

Jenseits der großen Schlagzeilen, der Meinungsbilder aus der eigenen Filterblase mangelt es häufig an fundiertem Hintergrundwissen. Mit dem Projekt „FLUCHTPUNKTE! Perspektiven auf Flucht aus, in und nach Deutschland“ wollen wir mit Schüler/-innen ab Klasse 10 das Thema „Flucht“ aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und so den Blick weiten.

Wir möchten den Schüler/-innen die geltenden gesetzlichen Regeln darstellen und politische sowie persönliche Forderungen und Vorstellungen der Schüler/-innen auf Umsetzbarkeit überprüfen. Es soll mit Vorurteilen aufgeräumt und eine auf Zahlen, Daten, Fakten basierende Diskussionsgrundlage geschaffen werden.

„Junge Menschen für die Teilnahme an der Gesellschaft, die kritische Betrachtung und Überprüfung der Einhaltung von Grundrechten, die Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs und Sensibilisierung für die Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu begeistern ist meines Erachtens nach eine der wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen um die Demokratie zu bewahren und ggf. zu verteidigen“, sagt Prof. Dr. Gesine Schwan, die die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. (pm)