Am vergangenen Dienstagvormittag fand der Spatenstich für die neue Werkhalle der Zimmerer und Schreiner der Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth statt. Bild: Jenny Wagner
Für knapp über zehn Millionen Euro wird an der Donauwörther Berufsschule eine neue Werkhalle für Zimmerer und Schreiner erbaut. Warum der Neubau so wichtig für die Ausbildung in der Region ist

Wer im Landkreis Donau-Ries eine Ausbildung im Zimmermannshandwerk machen möchte, der muss für die theoretische Schulausbildung den langen Weg nach Immenstadt im Allgäu auf sich nehmen. Zum Schuljahresbeginn im Herbst 2025 wird sich dies ändern. Künftig können die Zimmerer dann an der Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth ihre Ausbildung absolvieren. Schulleiter Gerhard Kilian freute sich beim Spatenstich am vergangenen Dienstagvormittag über die Erweiterung des Bildungsangebotes: "Mit dem Neubau können wir Synergien mit anderen Bereich schaffen. Auch wenn nicht alle unsere Wünsche beim Neubau erfüllt werden können, haben wir eine absolut zufriedenstellende Lösung gefunden."

"Heute graben wir tief in die Erde, um mit dem Zimmererhandwerk hoch zu bauen" - Gerhard Kilian

Als sinnvoll und nachhaltig bezeichnete Landrat Stefan Rößle den Neubau der Werkhalle. Zwar seien Überlegungen für einen Umbau und eine Erweiterung getätigt worden, jedoch stellte sich der Neubau der Holzwerkhalle als am wirtschaftlichsten heraus.

Knapp 800 Quadratmeter groß wird die neue Werkhalle an der Donauwörther Berufsschule. Die Kosten belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro. Der Landkreis darf sich über eine Förderung des Freistaates Bayern in Höhe von 5,3 Millionen Euro freuen. Bis zum Schuljahr 2025/2026 muss die neue Werkhalle fertiggestellt werden. Nach einem EU-weiten Vergabeverfahren im Juni 2022 wurden die Architektenleistungen an die ARGE sl2 Schlientz Leberzammer Architekten und m2s Müller-Schurr, die Haustechnikplanung an das Büro Riefle, die Elektrotechnikplanung an das Büro Ullmann und die Tragwerksplanung an das Büro Kandler GmbH vergeben.