23. Januar 2022, 08:00
Damals und Heute

Dem Klischee eines typischen Friseursalons entwachsen

Der Zeitlmann-Salon in Rain. Er wurde erst im Jahr 2019 saniert und ist somit der modernste Salon des Unternehmens. Bild: Stefan Zeitlmann
Was mit einem kleinen Salon in Donauwörth begann hat sich mittlerweile zu einem Friseurunternehmen entwickelt, das im Landkreis Donau-Ries fünf Salons betreibt – neben Donauwörth auch in Rain und Wemding.

Nach 36 Jahren an der Spitze seines Friseurunternehmens übergab Stefan Zeitlmann Anfang 2020 die Unternehmensführung an seine beiden Töchter Janina und Isabel Zeitlmann. Sie sind für das Hauptgeschäft in der Reichsstraße und die vier Filialen in Wemding, Rain, im Ried und in der Parkstadt verantwortlich. Besonders stolz ist Stefan Zeitlmann auf das Studio 19 im Donauwörther Ried. "Mein Großvater hatte seinen Salon im heutigen 'Römerkeller'. Mit dem Studio 19 – gleich gegenüber – sind wir zu unseren Wurzeln zurückgekehrt", erklärt er.

Keine weiteren Filialen geplant

Obwohl die Marke Zeitlmann in ihrer Geschichte stetig gewachsen ist, hat man den Charakter eines Familienbetriebs stets bewahrt. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, ist den neuen Geschäftsführerinnen Janina und Isabel Zeitlmann ein ganz besonderes Anliegen. "Wir wollen nach wie vor für alle unsere Mitarbeiter ein persönlicher Ansprechpartner sein. Unser Unternehmen hat einen guten Namen in der Region. Dies ist für uns Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig ist es aber auch eine Herausforderung für die Zukunft, das Unternehmen weiterzuentwickeln", so die Friseurunternehmerinnen.

Die Zeitlmann-Töchter Janina (links) und Isabel übernahmen die Unternehmensführung Anfang 2020 von ihrem Vater. Bild: Stefan Zeitlmann

Schwerer Start aufgrund der Pandemie

Mittlerweile sind die beiden Zeitmann-Töchter seit fast zwei Jahren als Geschäftsführerinnen aktiv. Eine Zeit, die nicht zuletzt durch Corona für viel Ungewissheit sorgte. Gerade zu Beginn der Pandemie während des ersten Lockdowns eine echte Feuertaufe. "Wir sind glücklich, dass uns unsere Mitarbeiter*innen in dieser schweren Zeit so gut unterstützt haben und wir noch näher zusammengerückt sind", erzählen die Schwestern heute erleichtert. Der eigentliche Beruf bleibt während einer solchen Krise gerne mal auf der Strecke, wie die Friseur-Meisterinnen ergänzen: "Durch die sich ständig verändernden Corona-Richtlinien und die viele Arbeit im Hintergrund haben wir mittlerweile nur wenig Zeit, noch selbst am Friseurstuhl zu stehen." 

Unterstützung erhalten sie dabei stets von ihrem Vater, der nach wie vor für die Buchhaltung des Unternehmens zuständig ist. Obwohl er in seiner beruflichen Laufbahn viel erleben durfte, ist die Firmenübergabe an seine Töchter für Stefan Zeitlmann etwas ganz besonderes: "Dass wir uns aus dem Klischee eines typischen Friseursalons heraus entwickelt haben und jetzt meine Töchter Isabel und Janina das Familienunternehmen weiterführen, ist für mich das absolute Highlight meiner Karriere", erklärt der Friseur-Meister stolz.