22. April 2020, 09:01

Jetzt ist Spargelsaison!

Spargel. Bild: Pixabay
"Weißes Gold" oder "königliches Gemüse" - der Spargel hat viele klangvolle Namen und gilt nicht nur unter Feinschmeckern als Delikatesse. Das edle Gemüse ist schon durch seine begrenzte Erntezeit ein besonderer, weil seltener Genuss.

Die Deutschen bevorzugen die zarten Stangen in klassischem Weiß. „Doch es lohnt sich, auch andere Sorten auszuprobieren“, meint Cornelia Zink, Ernährungsberaterin der AOK-Direktion Donauwörth. 

Spargel besteht zu 93 % aus Wasser und enthält daher wenig Energie, kaum Fett und rund 2 % Eiweiß. Das leckere Gemüse liefert reichlich Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere Kalium, das zusammen mit der Asparaginsäure für seine entwässernde Wirkung verantwortlich ist. Früher setzte man Spargel wegen seiner harntreibenden Wirkung auch als Arzneimittel ein. Als Schlankheitsmittel sind Spargelpräparate heute noch gefragt. Doch davon sollte man besser die Hände lassen. Denn die Asparaginsäure und der hohe Kaliumgehalt können zwar zur Entwässerung beitragen, sind jedoch kaum geeignet, um Fettpolster abzubauen. Es gibt beinahe 100 verschiedene Sorten Spargel aus fast allen Ländern der Welt zu fast jeder Jahreszeit zu kaufen. Doch echte Genießer bevorzugen – auch aus ökologischen Gründen – die einheimischen Spargelstangen, die von Mitte April bis zum 24. Juni, dem Tag des St. Johanni, gestochen werden. 

In Deutschland wird heute fast ausschließlich Bleich­spargel verzehrt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dominierte auch hierzulande sein grüner Verwandter, der von Kanadiern, Nordamerikanern und Franzosen noch heute bevorzugt wird. Der Grünspargel schmeckt etwas herzhafter und hat mehr Vitamine zu bieten. Seine intensiv grüne Farbe bekommt diese Spargelart, weil sie auf flachen Beeten angebaut wird und ihre Triebe im Tageslicht wachsen. Grünspargel muss übrigens nicht geschält werden, außer am Stangenende.

Und so erkennen Sie frischen Spargel:

Der Spargelkopf sollte fest und geschlossen sein. Die Schnittenden dürfen nicht zusammengeschrumpft, trocken, verfärbt oder rostbraun sein. Frischer Spargel lässt sich leicht brechen und quietscht, wenn die Stangen aneinander reiben. „Als Beilage zu frischem Spargel sind Kartoffeln bestens geeignet, da sie durch ihren hohen Kaliumgehalt ebenfalls zur Entwässerung beitragen können,“ empfiehlt die AOK-Ernährungs­beraterin. (pm)