Der Name „16K3“ steht symbolisch für eine der schwersten Prüfungen der Bundeswehr: Das Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 in Afghanistan. Damals fielen drei deutsche Fallschirmjäger, viele weitere wurden schwer verwundet. Um an ihr Opfer zu erinnern, legen die Teilnehmer weltweit 16 Kilometer mit 16 Kilogramm Gepäck zurück.
Starke Beteiligung im Ries
Unter der Schirmherrschaft der Kreisgruppe Schwaben-Nord und als Organisator die Reservistenkameradschaft Nördlingen startete die Gruppe beim Berger Tor. Die Route führte die Marschierenden zwei Mal um die Stadtmauer sowie anschließend in das Umland, wobei das Wetter den Teilnehmern entgegenkam – trockenes kühles Wetter.
„Es geht uns nicht um eine sportliche Höchstleistung“, erklärte einer der Organisatoren vor Ort. „Das Gewicht im Rucksack und die Marschstreck ist eine physische Erinnerung an die Last, die unsere Kameraden im Einsatz getragen haben – und an die Last, die viele Verwundete und Hinterbliebene bis heute tragen.“
Gelebte Kameradschaft und Spendenerfolg
Neben dem Gedenken stand der gute Zweck im Vordergrund. Durch die Startgelder und den Verkauf der offiziellen 16K3-Patches wurden Spenden für die Soldaten- und Veteranenstiftung (SVS) gesammelt. Diese Gelder fließen direkt in Projekte zur Unterstützung von einsatzgeschädigten Veteranen und deren Familien.
Besonders beeindruckend war die Mischung des Teilnehmerfeldes: Vom aktiven Soldaten und Reservisten in Uniform bis zum zivilen Läufer. Selbst ein Kamerad mit Beinprothese, waren alle Altersgruppen vertreten. Beim abschließenden kameradschaftlichen Beisammensein in Nördlingen waren sich alle einig: Der 16K3-Marsch ist mittlerweile ein fester und unverzichtbarer Termin im Kalender, um die Brücke zwischen der Gesellschaft und ihren Rückkehrern zu schlagen.
Die Kreisgruppe Schwaben-Nord und Ihren zugehörigen Reservisten-Kameradschaften mit Ihren vielen Teilnehmer hat mit diesem Marsch gezeigt, dass die Gefallenen des Karfreitagsgefechts nicht vergessen sind. Ein herzlicher Dank geht an alle Helfer und Unterstützer, die diesen Gedenktag möglich gemacht haben.
Der Gedenkmarsch ist mittlerweile, nach 2024, 2025 und 2026, ein fester Bestandteil im Jahreskalender der Kreisgruppe Schwaben-Nord. Die Planungen für den 17K3 Marsch (2027) wird in Lauf des Jahres beginnen. Ziel wird sein das diese Veranstaltung jedes Jahr in einem anderen Gebiet von Nordschwaben sein wird. Bewerbungen von Reservistenkameradschaften werden bereits entgegengenommen. (dra)