13. Oktober 2020, 08:21

Nachtsichtgeräte für Schwarzwildjagd

Symbolbild Bild: pixabay
Die Fraktion der Freien Wähler Bayern in Donau-Ries fordert in einem Antrag an den Landrat den Einsatz von Nachsichtgeräten bei der Jagd von Schwarzwild.

In einem Antrag an den Landrat hat die Fraktion der Freien Wähler Bayern in Donau-Ries die Ermöglichung der Jagd von Schwarzwild (Wildschweine) durch den Einsatz von Nachtsichtgeräten gefordert. Direkt zuständig ist hier zwar das staatliche Landratsamt, aber die gesetzlichen Grundlagen dafür sind vorhanden, so Fraktionsvorsitzender Florian Riehl. 

Zahlreiche bayerische Landratsämter haben den Einsatz von Nachtsichttechnik mittlerweile über eine Allgemeinverfügung erlaubt und verzichten auf Einzelanträge, darunter unter Anderem die Landkreise Augsburg, Oberallgäu, Neumarkt in der Oberpfalz und Cham. Das bisherige Verfahren über einen mehrseitigen Antrag mit der Darlegung der Wildschäden ist teilweise problematisch, ein geändertes Verfahren würde den Jagdrevierinhabern, wie auch der Unteren Jagdbehörde viel Verwaltungsaufwand ersparen.

Da vor allem in Hinblick auf die näher rückende Afrikanische Schweinepest und dem stetig wachsenden Bestand in den letzten Jahren ist eine stärkere Bejagung notwendig geworden ist teilt auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Bosse die Meinung, dass diese Allgemeinverfügung zügig erlassen werden sollte. Als weitere Gründe nennen die Freien Wähler, dass die Jagd durch immer weniger aufhellenden Schnee und dadurch schlechtere Sicht in der Dämmerung/Nacht immer schwieriger wird und die Höhe der Wildschäden kontinuierlich zunimmt. (pm)