Die Jahreshauptversammlung der Caritas-Sozialstation Donauwörth stand ganz im Zeichen von Menschlichkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und einer erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung. Trotz vieler Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegewesen konnte die Einrichtung auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken.
Das Jahresergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um rund 31 %. Die Einnahmen stiegen dabei stärker als die Aufwendungen, sodass das Jahr 2025 insgesamt als wirtschaftlich sehr erfolgreich bewertet werden kann.
Ein weiterer besonderer Moment der Jahreshauptversammlung war die Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen. Für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit wurden Monika Rembold und Ina Stukert ausgezeichnet. Für zehn Jahre engagierte Tätigkeit bei der Caritas-Sozialstation Donauwörth erhielt Rita Strasser eine Ehrung. Vorstand und Geschäftsführung dankten den Jubilarinnen herzlich für ihre langjährige Treue, ihren täglichen Einsatz und ihren wertvollen Beitrag zum Erfolg der Einrichtung.
Unterstützung und soziale Verantwortung von unschätzbarem Wert
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der erste Vorsitzende, Dekan Robert Neuner, die zahlreichen Gäste. In seinen einleitenden Worten widmete er sich der grundlegenden Frage: „Braucht der Mensch den Menschen?“. Seine Antwort fiel eindeutig aus: Ja.
Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Herausforderungen seien gegenseitige Unterstützung, soziale Verantwortung und menschliche Nähe von unschätzbarem Wert. Die Arbeit der Pflege zeige tagtäglich, wie sehr Menschen aufeinander angewiesen sind und wie wichtig ein verlässliches Miteinander für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bleibt.
Auch der stellvertretende Landrat Martin Stegmair unterstrich in seinem Grußwort die hohe Bedeutung der Pflege für die Gesellschaft. Er betonte die große Wertschätzung der Politik für die Leistungen der Pflegefachkräfte und aller Beschäftigten in der Pflege.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass es Aufgabe der politischen Entscheidungsträger sei, Pflegefachkräfte vor unnötiger Bürokratie zu schützen, damit diese ihre Zeit und Energie dort einsetzen können, wo sie am dringendsten benötigt wird: bei den Menschen, die auf Pflege und Betreuung angewiesen sind.
Haushaltsplan und aktuelle Entwicklungen
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden der Jahresabschluss 2025, der Haushaltsplan 2026 sowie aktuelle Entwicklungen der Einrichtung vorgestellt. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg konnten auch wichtige Investitionen umgesetzt werden, darunter die Installation einer Photovoltaikanlage sowie die Erneuerung der Telefonanlage.
Den Höhepunkt des Abends bildete die Lesung der Pflegefachkraft, Pflegelehrkraft und Autorin Manuela Schivelbein. Die erfahrene Praktikerin gewährte den Zuhörerinnen und Zuhörern mit zahlreichen Geschichten aus ihrem Berufsleben einen ebenso authentischen wie unterhaltsamen Einblick in den Pflegealltag.
In einer mitreißenden Mischung aus Humor, Fachwissen und persönlicher Erfahrung schilderte sie skurrile, ungewöhnliche und oftmals auch sehr lustige Situationen, die Pflegekräfte im Berufsalltag erleben und die in keinem Lehrbuch zu finden sind. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Herausforderungen, aber auch welche menschlichen Begegnungen und besonderen Momente den Pflegeberuf prägen.
Pflege ist mehr als medizinische Versorgung
Die Veranstaltung machte eindrucksvoll deutlich, dass professionelle Pflege weit mehr ist als medizinische Versorgung. Sie lebt von Begegnung, Vertrauen, Empathie und der Fähigkeit, auch in außergewöhnlichen Situationen den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Caritas-Sozialstation Donauwörth sieht sich durch das erfolgreiche Jahr 2025 und die positive Resonanz auf die Veranstaltung in ihrem Weg bestätigt, wirtschaftliche Stabilität, menschliche Nähe und das christliche Menschenbild miteinander zu verbinden." (dra)