20. Dezember 2019, 08:41

Freistaat fördert Geburtshilfe im Landkreis

Staatsministerium Melanie Huml übergab in Nürnberg die Förderbescheide an den Vorstandschef der Donau-Ries Kliniken, Jürgen Busse, und den stellvertretenden Landrat Reinhold Bittner.
Bild: StMGP
Eine Fördersumme von mehr als einer Million Euro geht von dem Bayerischen Gesundheitsministerium an die beiden Kliniken in Donauwörth und Nördlingen.

Das Geld kommt aus dem „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“, mit dem Gesundheitsministerin Melanie Huml gezielt kleinere Krankenhäuser mit 300 bis 800 Geburten jährlich stärken möchte. Der Freistaat gewährt deshalb eine Förderung für den Defizitausgleich in Höhe von 85 Prozent. Die Förderbescheide wurden von Ministerin Huml in Nürnberg übergeben. Donau-Ries erhielt als einziger der 26 Landkreise zwei Förderbescheide: Für die Klinik Donauwörth fließen 834.000 Euro, für das Stiftungskrankenhaus Nördlingen erhält der Landkreis 194.000 Euro, weil das Defizit in der Rieser Klinik wegen der Organisationsstruktur als Belegabteilung zuletzt geringer ausgefallen war.

Ab Januar 2020 wird es auch in Nördlingen eine Hauptabteilung mit dem neuen Chefarzt Kiriakos Savvidis geben. In Donauwörth nimmt der neue Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Werner Stein seine Tätigkeit auf. Landrat Stefan Rößle freut sich über die zahlreichen guten Nachrichten: „In unserem Landkreis ist die Geburtshilfe bestens aufgestellt. Wir machen den Familien ein gutes Angebot mit moderner Medizin, kompetenten Ärzten und Stationen, in denen sich Frauen und Kinder wohlfühlen.“

Jürgen Busse, Vorstandschef der Donau-Ries Kliniken, ergänzt: „Es ist in diesem Jahr gelungen, die Geburtshilfe in beiden Kliniken neu zu justieren und zukunftsfest zu machen. Dazu trägt auch die Förderung des Freistaats bei.“

Der CSU-Stimmkreisabgeordnete Wolfgang Fackler sagte: „Dieser Defizitausgleich ist ein deutliches Signal der Staatsregierung dafür, wie wichtig die Geburtshilfeeinrichtungen im ländlichen Raum sind. Werdende Mütter und Väter brauchen die Sicherheit einer hochwertigen und wohnortnahen Versorgung.“ (pm)