29. April 2020, 13:42

Entwicklung des Förderprojekts "Kulturforum Rainer Winkel"

Sehr gut besucht: Der „Workshop“ zur Veranstaltungssicherheit im Januar 2020. Bild: W. Lange
Das Förderprojekt „Kulturforum Rainer Winkel“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung wird durch die Corona-Pandemie leider derzeit etwas gebremst.

Deutschlandweit sind alle kulturellen Veranstaltungen abgesagt und auch geplante Treffen des Förderprojektes können nicht stattfinden. Bei den inzwischen 17 Teilnehmern (kulturelle Vereine und Organisationen) herrscht gespanntes Warten, wie das kulturelle Leben weiter gehen soll und die Maßnahmen gelockert werden.

Eigentlich waren im Herbst diesen Jahres die ersten gemeinsamen Kulturtage im Rainer Winkel geplant, aber die wackeln nun. Diese könnten gegebenenfalls in das Frühjahr 2021 verschoben werden, zumal viele Veranstalter derzeit ihre Veranstaltungen in den Herbst verschieben. Andererseits dürfte klar sein, dass im Sommer/Herbst zumindest Großveranstaltungen abgesagt werden und damit ein stärkeres Bedürfnis nach kleineren Veranstaltungen bestehen könnte. Denn die Veranstalter wollen derzeit keine Verbindlichkeiten eingehen, wenn unklar ist, ob die Veranstaltungen stattfinden können.

Deshalb stehen eher Hintergrundarbeiten an, so der Koordinator des Projektes Johannes Geier. Derzeit wird die gemeinsame Website aufgestellt und mit Inhalten gefüllt. Im Herbst 2020 sollen dann auch nochmals drei bis vier Workshops angeboten werden, die derzeit vorbereitet werden. Gerne können Interessenten noch Themen dazu vorschlagen. Für den Sommer war auch geplant, dass professionelle Foto-Blogger am unteren Lechrain unterwegs sein sollen, um den Landstrich und seine Kultur zu erleben und zu dokumentieren. Auch der gemeinsame Online-Kartenverkauf will derzeit vorbereitet werden. Hier wird eine Zusammenarbeit mit einem Anbieter angestrebt.

Ein kleiner Rückblick auf bereits Geschafftes: Diesen Januar und Februar konnten noch zwei Workshops stattfinden, die sehr gut angenommen wurden. Beim Thema „Veranstaltungssicherheit“ konnten mehr als 50 Teilnehmer im Gasthaus „Neuwirt“ in Bayerdilling begrüßt werden. Referent Michael Ölhorn aus Donauwörth stellte die verschiedenen Aspekte hierzu dar. Über 100 Gesetze und Verordnungen müsse ein Veranstalter dabei beachten. Das könne niemand auf dem Schirm haben, deshalb ist es das wichtigste, sich vorab Gedanken zu machen und die nötigen Informationen zu besorgen. Der Referent ist gerne bereit dabei günstige und einfache Lösungen zu finden und erstellt gegebenenfalls ein Sicherheitskonzept mit dem Veranstalter.

Der zweite Workshop „Ehrenamt 4.0“ fand im Kultursaal des Marktes Pöttmes statt. Referentin Barbara Simmeth aus Aichach zeigte moderne Möglichkeiten der Kommunikation in ehrenamtlich tätigen Organisationen auf. Dabei könne man auch viel falsch machen, deshalb sei es wichtig, die verschiedenen Medien überlegt und bewusst einzusetzen und nicht einfach „drauf los“ zu machen, weil es gerade einfach und modern erscheint. Teilnehmer konnten von ihren Erfahrungen berichten und es zeigte sich, dass einige Kulturakteure schon sehr zielorientiert mit Social Media arbeiten, bei anderen das Thema noch „brach“ liegt. An dieser Stelle wurde der Mehrwert des Förderprojektes spürbar, denn es kam zum intensiven Erfahrungsaustausch mit regelrechten Aha-Momenten. Durch die Vermittlung von Kontakten könnte das Kulturforum noch viel größeren Nutzen stiften. Wer noch Interesse hat sich an dem Projekt zu beteiligen ist daher herzlich eingeladen! (pm)

Kontaktinformationen

Koordination des Förderprojektes des BLE, Johannes Geier, Telefon 0 82 76 / 58 92 97, Mobil: 01 51 / 70 12 23 71 oder info@igrw.de. Weitere Infos auch unter www.rainer-winkel.de/aktuelles.