23. Januar 2018, 07:49

Das Hochwasser ist zurück

. Bild: DRA
Wie bereits Ende letzter Woche angekündigt, bekommen wir nun wieder ein größeres Hochwasser, welches mehrere Straßen unter Wasser setzt. Grund dafür sind die zahlreichen Niederschläge und eine Schneeschmelze.
Landkreis - Die Flüsse führen seit Tagen auf einem sehr hohen Niveau Wasser, bei Donau und Wörnitz jeweils auf rund 3,00 Meter Pegelstand. Durch die einsetzende Schneeschmelze sowie weiteren Niederschläge steigen die Pegel kräftig an. Allein an der Donau um rund 140 cm in den letzten zehn Stunden. Es bleibt anzunehmen, dass die Hochwasserlage noch einige Tage andauern wird. Während an der Donau bereits eine erste Prognose klar ist, scheint bei der Wörnitz die Höhe noch nicht abschätzbar zu sein.
Donau
Im gestrigen Lagebericht des Hochwassernachrichtendienstes stellten die Verantwortlichen bereits fest, dass zahlreicher Niederschlag fallen wird, sowie, dass die Schneeschmelze weiteres Wasser bringen wird. Gerechnet wird mit rund 100 mm für 24 Stunden im Allgäu. Das ist eine Menge, die bei den derzeit hohen Pegelständen für einen weiteren kräftigen Anstieg sorgt. Der Pegel an der Donau ist heute Morgen um 06:30 Uhr über die Marke von 4,60 Meter und damit auf Meldestufe 2 gestiegen. Im Laufe der Nacht erwartet der Hochwassernachrichtendienst laut einer Prognose von heute Nacht den Höchststand bei knapp unter 5,00 Metern. Im Moment folgt der Pegel der Prognose.
Am Oberlauf in Neu-Ulm steigt die Donau deutlich über der erwarteten Prognose und könnte sogar Meldestufe 3 erreichen. Der aktuelle Abfluss dort liegt bereits bei 694 m³/s. Damit liegt der Wert dort über dem mittleren Jahreshochwasser von 579 m³/s. In Dillingen liegt der Abfluss bereits bei über 800 m³/s. Durch die Ausleitung in den Riedstrom bekommt Donauwörth nicht alles sofort ab. Hier ist der Abfluss bei aktuell 754m³/s. Erwartet wird ein Anstieg auf rund 850 m³/s und damit, auch deutlich über dem mittleren Hochwasserabfluss.
Wörnitz
Während in Donauwörth heute Nacht schon der Scheitel erreicht werden könnte, wird es an der Wörnitz noch länger dauern. Hier steigen die Pegel an Sulzach und Wörnitz im Fränkischen noch weiter an. In Gerolfingen liegt der Pegel aktuell erst bei 2,30 Metern, eine Prognose bietet der Hochwassernachrichtendienst hier nicht an.
Für den Pegel Harburg zeigt die Prognose einen Anstieg auf über 4,00 Meter und Meldestufe 3 an. Diese wird wohl in der Nacht auf Donnerstag erreicht. Eine weitere Prognose ist hierbei noch nicht möglich.