13. September 2021, 15:22
Nachhaltigkeit

Landkreis beteiligt sich erstmalig an der Aktion „Gelbes Band“

Landrat Stefan Rößle (Bildmitte) startet zusammen mit den Kreisfachberatern Sophia Och (links) und Paul Buß (rechts) die Aktion „Gelbes Band“. Bild: Andreas Krumpholz/Landratsamt Donau-Ries
Wer einen Obstbaum hat, kann oft gar nicht alle seine Früchte verwerten. Die Aktion "Gelbes Band", bei der der Landkreis Donau-Ries erstmals teilnimmt, ermöglicht es, den Ertrag der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Viele Menschen kennen das Problem: Der eine kann sich nicht mehr retten vor so viel Obst, ein anderer hat keines, hätte aber gerne welches. Deshalb findet in diesem Jahr zum ersten Mal auch in unserem Landkreis die Aktion „Gelbes Band“ statt. Baumbesitzer*innen markieren mit einem gelben Band ihre Obstbäume und geben diese so zur Ernte der Allgemeinheit frei.

Streuobstwiesen sind in vielen Gemeinden des Landkreises Donau-Ries ein prägendes Bild der vielfältigen Kulturlandschaft. Der Erhalt und die Förderung dieser Flächen und Bäume sind wichtige Maßnahmen gegen den Artenrückgang. Leider verderben viele Tonnen kostbares Obst ungenutzt unter den Bäumen. Um dem entgegen zu wirken, haben die Kreisfachberater des Landratsamtes Paul Buß und Sophia Och die Aktion „Gelbes Band“ auch in unserem Kreis initiiert. Landrat Stefan Rößle ist von der Maßnahme überzeugt: „Ich bin sicher, dass eine Nutzung des Obstes längerfristig auch dazu führt, dass die Bäume wieder wertgeschätzt werden.“ Der Landrat hofft daher, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Gelegenheit nutzen und das Obst einsammeln und verarbeiten. Dadurch würden, so Landrat Rößle, alle gemeinsam einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Biodiversität leisten. 

Bänder sind selbst anzubringen

Alle, die teilnehmen möchten, bringen dafür selbständig Bänder am Stamm ihrer eigenen Bäumen an. Das Band sollte witterungsbeständig sein, um die Erntesaison unbeschadet zu überstehen. Außerdem muss es so angebracht werden, dass es nicht vom Wind fort geweht werden kann. Egal ob Kommune oder Privatperson, jeder Besitzer und jede Besitzerin kann seine bzw. ihre eigenen Bäume zur Ernte an die Allgemeinheit freigeben. Geerntet werden darf natürlich nur von markierten Bäumen.

Prinzipiell kann jedes beliebige stabile gelbe Band verwendet werden. Bei entsprechendem Interesse wird das Landratsamt den Kommunen aber auch gerne Bänder zur Verfügung stellen und die Gemeinden könnten dann die Bänder auch an Privatpersonen weitergeben.

Um langes Suchen nach markierten Bäumen zu vermeiden, teilt der Baumbesitzer bzw. die Baumbesitzerin den Standort der Kreisfachberatung mit. Der Kontakt zu den Bäumen kann so einfacher vermittelt werden. (pm)

Kontakt

Telefon: 0906 / 74255 oder 0906 / 746131

Per E-Mail: gartenbau@lra-donau-ries.de