Daheim in Huisheim

Vom Glück, in der Gemeinde Huisheim zu wohnen

Huisheim Bild: Manuel Habermeier
Noch zum Nördlinger Ries gehörend schmiegt sich die Gemeinde Huisheim samt der Ortsteile Gosheim und Lommersheim an den östlichen Kraterrand. Landschaftlich gehört die Gemeinde zur Monheimer Alb, bildet aber gleichzeitig auch einen Übergangsraum zwischen dem Rieskrater und den Höhenzügen der Fränkischen und Schwäbischen Alb. Mit der Höhenlage bietet die Gemeinde mit ihren rund 1.600 Einwohnern daher „einen super Blick ins Ries“ wie Bürgermeister Harald Müller schwärmt. „Wir haben tatsächlich großes Glück, hier zu wohnen.“

Angesprochen auf die schönsten Plätze der Gemeinde, muss der Bürgermeister nicht lange überlegen: „Der Kalvarienberg in Gosheim, das Mähhorn in Huisheim oder der Himmelsberg.“ Auf dem Himmelsberg haben die Kapellenfreunde zur 800-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 1997 eine Christi-Himmelfahrtkapelle initiiert, dazu gibt es mittlerweile auch einen Lebensweg Jesu mit neun Jurastein-Stelen sowie eine Fatima-Darstellung. „Das wird alles ehrenamtlich von den Kapellenfreunden betreut“, betont Harald Müller.

Überhaupt spielt das Ehrenamt in der Gemeinde Huisheim eine große Rolle. Über vierzig Vereine, Verbände und Institutionen – auch kirchliche – prägen das Zusammenleben. Zudem gibt es keine Eigenbrötlerei in den Gemeindeteilen. Zwar habe jeder Ort so seine Schwerpunkte, dennoch seien viele Vereine ortsübergreifend aktiv, weiß Harald Müller zu berichten: „Da kann man wirklich sehr zufrieden sein.“

Das Wohl der Gemeinde immer im Blick

Aber nicht nur im Vereinsleben wird das Ehrenamt in Huisheim hochgehalten. 2015 wurde ein freiwilliger Fahrdienst ins Leben gerufen mit jeweils einem Ansprechpartner in Huisheim und Gosheim. Wer einen Termin wahrnehmen will, kann sich beim Fahrdienst melden. Zumeist handelt es sich dabei um Senioren, die zum Arzt nach Nördlingen oder Wemding müssen oder körperlich nicht in der Lage sind, zu fahren. Und die Zahlen zeigen: Das Angebot wird dankbar angenommen. Mehr als hundert Fahrten werden mittlerweile pro Jahr gezählt. 

Und das nächste Projekt ist bereits in Arbeit. Wieder stehen Rentner und Senioren im Fokus. Diesmal sollen sie digitale Unterstützung bekommen. „Wenn jemand mit seinem Handy oder Laptop nicht klarkommt, aber auch beim Ausfüllen von Formularen, wollen wir Hilfe anbieten. Das ist das Nächste, was wir jetzt in Angriff nehmen wollen“, gewährt der Bürgermeister einen kleinen Ausblick auf die Zukunft.

Überhaupt steht das Wohl der Bürger und der Gemeinde immer im Fokus von Bürgermeister Harald Müller und dessen Gemeinderatsmitgliedern. Um das öffentliche Miteinander zu fördern, hat man sich in den vergangenen Jahren auch etwas Besonderes einfallen lassen. Im Amtsblatt wurde gefragt, wo die Menschen in der Gemeinde gerne Bänke hätten, um gemütlich zusammenzukommen. Insgesamt wurden um die 45 Bänke aufgestellt. „So ziemlich alle Wünsche wurden berücksichtigt und das kommt auch sehr gut an.“ 

Hinter viele Infrastrukturmaßnahmen wurde ein Häkchen gesetzt

Auch größere Infrastrukturprojekte konnte die Gemeinde in den vergangenen Jahren von der To-do-Liste streichen. So wurde etwa die Staatsstraße zwischen Huisheim und Gosheim erneuert. Im Mai bekam die Straße nach Mündling eine neue Asphaltdecke. Zudem ist die Gemeinde zu 100 Prozent mit Glasfaser erschlossen. „Da sind wir ein wenig stolz drauf. Wir waren bei den ersten Gemeinden, die flächendeckend Glasfaser ausgebaut hatten“, berichtet Harald Müller. Auch die Straßenbeleuchtung wurde komplett auf LED umgestellt und auf rund ein Drittel gesenkt. Das wohl größte Projekt in der Gemeinde ist die Errichtung eines großen PV-Parks. Dieser versorgt direkt die Druckerei Appl in Wemding mit Strom. 

Und nicht zuletzt ist der Kindergarten zu erwähnen. Für rund zwei Millionen Euro wurde der Altbau saniert und ein neuer Anbau errichtet. Im Altbau finden jetzt drei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern Platz. Die zwei Krippengruppen für je zwölf Kindern mit Nebenräumen sowie Personalräume, Büro für die Kindergartenleitung, eine Mensa und eine Küche beherbergt der Neubau.

Nun wird die Feuerwehr angegangen

Nun gilt es die Feuerwehr anzugehen. Für beide Ortsfeuerwehren sowie die Wasserversorgung und Sualafeldhalle wurden bereits Stromaggregate gekauft. Dabei geht es um die Sicherheit bei Stromausfall oder beim Katastrophenalarm. Die Feuerwehrhäuser und die Sualafeldhalle können dann mit Strom versorgt werden. Ebenso kann die Wasserversorgung aufrechterhalten und die Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser versorgt werden. Für die 150-Jahr-Feier der Feuerwehr Huisheim in zwei Jahren soll das Feuerwehrhaus noch saniert werden. Zudem wird das in die Jahre gekommene Löschfahrzeug 8 durch ein neues Löschfahrzeug 10 ersetzt. 

„Es gibt also noch genug zu tun“, wie Harald Müller schmunzelnd erzählt. Beschweren will er sich darüber aber nicht. Denn schließlich überwiegt das Glück, in der Gemeinde Huisheim zu wohnen.

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

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