Naturschutz und Landschaftspflege haben im Landkreis Donau-Ries einen festen Platz. Seit zehn Jahren setzt sich der Landschaftspflegeverband dafür ein, die heimische Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten und die biologische Vielfalt in der Region zu wahren. Beim Festakt auf dem Holunderhof Lohe am Dienstag, 21. Juli, wurde dieses Jubiläum gefeiert und auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel nicht zufällig auf den Hof in Oettingen. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Roßfeld. Die dortigen Flächen sind Teil des Großprojektes "Streuobstpakt im Donau-Ries".
Ziel des Landschaftspflegeverbandes (LPV) ist es, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen: Naturschutz, Landwirtschaft und die Kommunen sollen gemeinsam an einem Strang ziehen. So sollen wertvolle Lebensräume erhalten, die Artenvielfalt gefördert und die Landschaft im Donau-Ries nachhaltig weiterentwickelt werden.
Landrat und 1. Vorsitzender des LPV Donau-Ries Michael Dinkelmeier stellte in seiner Rede insbesondere vier Personen heraus, die sich in besonderer Weise für die Gründung und Entwicklung des Landschaftspflegeverbandes eingesetzt haben. Einer davon ist der frühere Landrat Stefan Rößle, der die Idee für einen solchen Verband im Landkreis maßgeblich vorangetrieben hatte. Auch Klaus Fackler, Geschäftsführer des LPV Mittelfranken und stellvertretender Landessprecher der bayerischen Landschaftspflegeverbände, engagierte sich in der Gründungszeit intensiv für das Projekt. Hans Kaltner, heute Bürgermeister von Buttenwiesen, war zur Gründungszeit als Leiter des Tiefbauamtes im damaligen Landratsamt Donauwörth tätig und ebenfalls an der Entwicklung beteiligt. Als vierte Person nannte Dinkelmeier Regierungspräsidentin von Schwaben Barbara Schretter.
„Naturschutz und Landschaftspflege sind relevanter denn je“, betonte der Landrat. Der Verband habe sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und zunehmend breiter aufgestellt. Dabei habe man auch den Mut bewiesen, neue Wege zu gehen. Genau das mache den Landschaftspflegeverband zukunftsfähig.
Für Dinkelmeier ist der Verband ein Beispiel für funktionierende Zusammenarbeit: „Es ist ein echtes gelebtes kommunales Netzwerk.“
Lob aus dem Umweltministerium
Auch Wolfram Güthler vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz war zum Jubiläum nach Lohe gekommen. Er vertrat den verhinderten bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber. Güthler hob die besondere Natur des Landkreises hervor und bezeichnete das Donau-Ries als „Perle in Bayern“. Die Region verfüge über eine außergewöhnlich große Artenvielfalt. „Der liebe Gott hat es gut mit Ihnen gemeint“, sagte er mit Blick auf die natürlichen Voraussetzungen des Landkreises lachend.
Zugleich blickte Güthler auf die Entwicklung des Landschaftspflegeverbandes zurück. Zwar habe es im Donau-Ries etwas länger gedauert, bis die Entscheidung für die Gründung eines solchen Verbandes gefallen sei. In Bayern gebe es deshalb Landschaftspflegeverbände, die deutlich älter sind. Doch seit seiner Gründung habe sich im Donau-Ries in vergleichsweise kurzer Zeit viel bewegt. Der Verband sei heute sehr aktiv und leiste einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft.