Veranstaltungshinweis

Donauwörther Pilgertage: Vortrag von Claudia Schilde - „Beten mit den Füßen“

Claudia Schilde. Bild: Claudia Schilde
Vom 11. bis 13. September dreht sich in Donauwörth wieder alles ums Pilgern – mit geführter Pilgerwanderung, Radpilgertour, Stadtspaziergang, Pilger- Stammtisch und einem besonderen Vortrag über einen außergewöhnlichen Weg nach Jerusalem.

Pilgern liegt im Trend – und Donauwörth ist längst ein fester Treffpunkt für alle, die sich auf den Weg machen möchten. Rund um das Donauwörther Kreuzfest am Sonntag, 13. September 2026, laden die 6. Donauwörther Pilgertage dazu ein, Pilgerluft zu schnuppern, Erfahrungen auszutauschen oder einfach einmal loszugehen. Das Programm bietet in diesem Jahr gleich mehrere Möglichkeiten: Eine geführte Pilgerwanderung führt auf der Via Romea Germanica/Jerusalemweg durch die Region, auf dem Wolfgangweg geht es bei einer begleiteten Radpilgertour auf zwei Rädern voran. Beim Pilger-Stammtisch können sich Weggefährten und Interessierte austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Ganz neu ist ein Spaziergang durch Donauwörth zum Thema „Stadtpilgern“. Ein besonderer Programmpunkt wartet bereits am Freitag, 11. September, um 17:30 Uhr in der Volkshochschule Donauwörth/Forum für Bildung und Energie: Die erfahrene Pilgerin Claudia Schilde (69) aus Koblenz nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise, die weit über klassische Pilgerwege hinausführt. Ihr Vortrag trägt den passenden Titel: „Beten mit den Füßen“.

Nach ihren Pilgerreisen nach Santiago de Compostela (2017) sowie nach Assisi und Rom (2019) erfüllte sich Schilde 2022/2023 einen ganz besonderen Lebenstraum: Sie ging von Koblenz bis nach Jerusalem – zu Fuß. In ihrem eindrucksvollen Bildvortrag erzählt die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern von Begegnungen, Herausforderungen und Momenten, die sie auf ihren außergewöhnlichen Weg auf mittlerweile über 13.000 km erlebt hat. Vor allem aber berichtet sie davon, was eine solche Reise mit einem selbst „macht“ und welche Erfahrungen bleiben, wenn der Weg längst zu Ende ist. „Gehen bedeutet für mich Leben. – Ich bin sehr gläubig und das Gehen weiter Wege mit Gott hat mich spürbar verändert!“ erzählt die Referentin, die Sportwissenschaft und Erziehungswissenschaft studierte, beim Interview. Wer dabei Lust auf den eigenen Weg bekommt, kann anschließend beim Pilger-Stammtisch im Gasthof „Goldener Hirsch“ in der Reichsstraße direkt nachhaken: Wie bereitet man sich vor? Was gehört ins Gepäck? Welche Erfahrungen sollte man unterwegs gemacht haben? Hier gibt es Antworten auf diese Fragen und praktische Tipps.
Dass die Referentin nach Donauwörth kommt, ist dabei kein Zufall. Claudia Schilde ist in der Stadt längst keine Unbekannte. Ihre Pilgerwanderung nach Altötting führte sie am Pfingstwochenende des vergangenen Jahres nach Donauwörth. Dort lernte sie Ulrike Steger von der Städtischen Tourist-Information kennen, die sich seit mehr als 20 Jahren um die Pilgerwege-Aktivitäten in der Großen Kreisstadt kümmert und diese mitkoordiniert.

Der Vortrag „Beten mit den Füßen“ am Freitag, 11. September, beginnt um 17:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Und wer weiß: Vielleicht beginnt für den einen oder anderen an diesem Abend bereits die nächste eigene Pilgerreise – zunächst nur in Gedanken, später vielleicht tatsächlich mit dem ersten Schritt.

Das detaillierte Programm der Donauwörther Pilgertage findet sich auf der Homepage der Stadt Donauwörth unter www.donauwoerth.de/pilgern (dra)