Engagement

Herausforderungen und Einsatz der Feuerwehr bei Verkehrsunfällen

Bild: pixabay
Neben der Polizei sind bei Verkehrsunfällen auch die Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Im Landkreis Donau-Ries engagieren sich rund 7 300 Frauen und Männer in 168 Feuerwehren sowie in Werks- und Betriebsfeuerwehren.

Die Einsatzkräfte – fast ausschließlich ehrenamtlich tätig – sehen sich immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber. So stellt Heinz Mayr, Kreisbrandrat Donau-Ries, mit Blick auf seine 43-jährige Diensterfahrung fest, dass die Sicherheit der Autos zugenommen hat, dies aber zu Lasten der Feuerwehr geht. „Wir stoßen mit unseren Geräten manchmal an die Grenzen, weil die Autos so stabil sind. Da kann es schon mal ein paar Minuten länger dauern, bis der Patient geborgen ist.“

Das ändert aber nichts an der Motivation und Einsatzbereitschaft. Nach Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle in Augsburg startet der Einsatz. Zuerst vor Ort ist zumeist die örtlich zuständige Feuerwehr, in der Regel wird mindestens ein Löschfahrzeug mit Wasser und Rettungssatz, bestehend aus Rettungsschere, Spreizer und Hydraulikzylinder, geschickt.

Eigenschutz hat immer Vorrang - während und nach dem Einsatz

Bild: pixabay

In Absprache mit anderen Blaulichtkräften am Einsatzort wird mit der Absicherung der Unfallstelle begonnen. „Eigenschutz hat immer Vorrang“, betont Kreisbrandrat Mayr. Gerade bei Verkehrsunfällen stellt sich auch immer wieder die Frage nach der Bergung der Opfer. Zumeist wird eine schonende Rettung durchgeführt, besteht jedoch Lebensgefahr, kann der Rettungsdienst eine Crash-Rettung anordnen. Dann hat Zeit oberste Priorität.

Nach dem Einsatz folgt die Nachbesprechung im Feuerwehrhaus. Dabei wird das Erlebte auch verarbeitet. Für besondere Situationen stehen Notfallseelsorger oder sogenannte Peers zur Verfügung. Das sind speziell geschulte Feuerwehrleute, an die sich Einsatzkräfte anonym wenden können, um über Erlebnisse zu sprechen.

Insgesamt sieht der Kreisbrandrat die Feuerwehr für die Zukunft gewappnet. Dennoch gilt auch für ihn: „Man freut sich über jeden Einsatz, den man nicht fahren muss.“ (dra)

Diese Artikel ist bereits im blättle (Ausgabe 66 Januar/Februar 2026) erschienen. Hier E-Paper lesen: Zum Webkiosk

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

Telefon: 0906/977598 – 27
mhabermeier@donau-ries-akutell.de