Kommunalwahl 2026

Bürgermeisterkandidat Peter Schermbacher: "Stehe für klare Führung, Verlässlichkeit und Einsatz für unsere Stadt"

Bild: privat
Peter Schermbacher kandidiert im März für das Bürgermeisteramt in Monheim. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt er, wofür er als Kandidat steht und wie er Monheim in eine sichere Zukunft führen will.

Herr Schermbacher, Sie kandidieren in diesem Jahr für das Amt des Monheimer Bürgermeisters. Wann haben Sie sich dazu entschieden und was waren die Gründe für Ihre Kandidatur?

In den vergangenen Jahren ist deutlich spürbar geworden, dass sich Politik und Bürgerschaft in Monheim zunehmend voneinander entfernt haben. Diese Entwicklung hemmt Entscheidungen, schwächt das Miteinander und darf so nicht weitergehen. Genau deshalb habe ich mich entschieden, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Monheim braucht jetzt einen Bürgermeister für alle – für Jung und Alt, für die Menschen in der Kernstadt ebenso wie in den Ortsteilen, für Unternehmer genauso wie für diejenigen, die Unterstützung benötigen. Kurz gesagt: jemanden, der Politik und Bürger wieder zusammenführt und Vertrauen zurückgewinnt. Diese Aufgabe kann nur unabhängig gelingen – frei von parteipolitischen Zwängen und ohne Verstrickungen in bisherige Entscheidungen. So entsteht die Chance auf einen echten Neuanfang für unsere Stadt.

Welche persönlichen Eigenschaften muss aus Ihrer Sicht der künftige Monheimer Bürgermeister mitbringen?

Sachkompetenz ist wichtig, aber sie lässt sich erlernen. Entscheidend sind Führungsstärke, Transparenz und Entscheidungsfreude. Ich will die Verwaltung klar strukturieren, den Stadtrat zu einem fraktionsübergreifenden Team formen und Monheim nach außen kraftvoll vertreten. Die Bürger sollen frühzeitig beteiligt werden – zugleich gehört es zur Verantwortung eines Bürgermeisters, Entscheidungen zu treffen und Richtung zu geben. Dabei arbeite ich treuhänderisch mit dem Geld der Menschen in unserer Stadt und stelle nicht mich, sondern ihre Anliegen in den Mittelpunkt. Zuhören, Respekt und Verlässlichkeit sind für mich die Grundlage guter Politik.

Im Vorfeld der Wahl haben Sie über die finanziellen Herausforderungen für die Stadt Monheim gesprochen. Wie schätzen Sie die Situation ein und an welchen Stellschrauben kann gedreht werden, um Monheim in eine sichere Zukunft zu führen?

Mit über neun Millionen Euro Schulden trägt unsere Stadt eine schwere Last und verliert finanziellen Spielraum für kommende Generationen. Schulden können sinnvoll sein, wenn sie Zukunft schaffen – doch Maß, Handlungsfähigkeit und Verantwortung müssen gewahrt bleiben. Deshalb will ich Einnahmen und Ausgaben konsequent prüfen, nicht notwendige Investitionen verschieben und Großprojekte kritisch hinterfragen. Ein klarer, langfristiger Finanz- und Zukunftsplan soll dafür sorgen, dass Monheim wieder auf stabilen und sicheren Füßen steht und wir gezielt in die Zukunft unserer Stadt investieren können.

Wie wollen Sie Einrichtungen wie Kindertagesstätte, Bäder sowie die Stadt- und Mehrzweckhalle weiterhin finanziell betreiben?

Kindertagesstätte, Bäder sowie Stadt- und Mehrzweckhalle werden dauerhaft nicht kostendeckend arbeiten – Wer etwas anderes behauptet, verkennt die Realität kommunaler Finanzpolitik. Dennoch sind sie unverzichtbar für Lebensqualität und Zusammenhalt. Die Kita stärkt Entwicklungschancen unserer Kinder und entlastet Familien im Alltag. Bäder und Hallen stehen für Gemeinschaft, Bewegung, Gesundheit und grundlegende Fähigkeiten wie das Schwimmen. Diese Angebote müssen erhalten bleiben – durch verantwortungsvolle Finanzpolitik, effiziente Organisation, konsequentes Kostenbewusstsein und zugleich kreative Wege zur Steigerung von Einnahmen und Auslastung. Dafür braucht es finanzpolitisches Geschick, einen klaren Blick für das Machbare und den festen Willen, Bewährtes zu sichern und sinnvoll weiterzuentwickeln.

Welche weiteren Projekte haben in Monheim aus Ihrer Sicht besondere Priorität?

Bauhof, Amtsgericht, Tagespflege, Wohnprojekt an der Gailach, Sturzflutmanagement und Bauplätze in den Ortsteilen – vieles ist wichtig. Entscheidend ist jedoch die richtige Reihenfolge. Wir brauchen eine ehrliche Bestandsaufnahme, klare Prioritäten und anschließend eine entschlossene, verlässliche Umsetzung. Verantwortung heißt, Entscheidungen zu treffen und Projekte Schritt für Schritt voranzubringen.

Was dürfen die Monheimer Bürger von Peter Schermbacher als Stadtoberhaupt erwarten?

Ich stehe für klare Führung, Verlässlichkeit und Einsatz für unsere Stadt. Ich werde ein Bürgermeister für alle sein, Monheim entschlossen in die Zukunft führen, meine ganze Kraft in dieses Amt legen und unsere Stadt so vertreten, dass Monheim nach innen zusammenwächst und nach außen stark wahrgenommen wird.

In der Ankündigung zu Ihrer Bürgermeisterkandidatur weisen Sie darauf hin, dass viele Bürger sich nicht mehr von der Politik mitgenommen fühlen. Wie wollen Sie diesen „Status quo“ ändern?

Viele Menschen fühlen sich von der Politik nicht mehr mitgenommen – das ist Realität. Vertrauen entsteht nicht durch Worte, sondern durch Ehrlichkeit, Transparenz und echte Beteiligung. Politik muss wieder gemeinsam mit den Bürgern gestaltet werden, Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein und Zusagen verlässlich umgesetzt werden. So kann verloren gegangenes Vertrauen Schritt für Schritt zurückkehren. Mein Ziel ist es, dass die Bürger wieder sagen: Der Stadtrat und der Bürgermeister setzen sich wirklich für uns ein.

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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