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Archivbild (Bild: Mara Kutzner)

Planungen für den 2. Bauabschnitt beginnen

Wenn es nach den Mitgliedern des Bauausschusses geht, soll der Weg vom Donauhafen bis ins Ried möglichst schnell umgesetzt werden sein. 230.000 Euro für eine Brücke über den Kaibach halten aber einige zu teuer.

Donauwörth – Im Mai wurde die Donaupromenade am alten Donauhafen eröffnet. Schon damals wünschten sich nicht nur die 15 Helfer der Bürgerinitiative Donaupromenade, die in über 6000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden an der historischen Hafenanlage gearbeitet haben, einen Weg vom Hafen über den Kaibach bis ins Ried. Dass sich auch die Bürger einen Weg, der Ried und Donauhafen verbindet, wünschen zeigte die Ideenbewertung am Eröffnungsfest, wo der Weg mit deutlich Punktevorsprung am besten bewertet wurde.

In den Haushaltsberatungen des Haupt- und Finanzausschusses wurden für 2017 Haushaltsmittel für die Planungen des 2. Abschnittes der Uferpromenade zwischen Donaubrücke und Friedensbrücke vorgesehen. Ein Planungsbüro aus Nürnberg schätzt die Kosten für den nächsten Bauabschnitt auf circa 430.000 Euro. 230.000 Euro sollen die Freianlagen kosten. Die Brücke über den Kaibach wäre mit 200.000 Euro fast genau so teuer.

Brücke über den Kaibach sorgt für Diskussionen

Zu viel, für eine kleine Brücke, sagen einige Mitglieder des Bauausschusses, der gestern zum Thema tagte. Manfred Hofer (EBD) wünscht sich eine „magere Planung“ und „spartanisches Bauen“, denn es solle keine zweite Donaupromenade entstehen, sondern lediglich ein Übergangsweg vom Hafen ins Ried. Auch Josef Reichensberger (AL/JB) empfindet die Kosten für die Brücke zu hoch.

Stadtbaumeister Kay Wannick erklärte dazu, dass die Brücke etwa 3 Meter breit sein soll und auch von einem sogenannten „Schmalspurfahrzeug“ mit einer Breite von etwa 1,50 Meter befahren werden muss. Der Fußweg entlang der Donau und der Wörnitz in diesem Bereich werde circa 30 Tage im Jahr von Hochwasser betroffen. Anschließend muss ein Reinigungsfahrzeug den Weg von Schmutz befreien.

Stefanie Museaus (PWG) will auf die Einbeziehung  des Platzes an der „Jungen Donau“ oberhalb des Donau an der Kapellstraße verzichten. Ein barrierefreier Zugang von der Kapellstraße brauche man dort nicht.

Stadträte begrüßen den 2. Bauabschnitt

Alle Mitglieder des Bauausschusses waren sich einig, dass der Verbindugnsweg zur Donaupromenade zum Ried schnell geplant und umgesetzt werden soll. „Der Weg wird das Stadtbild verschönern und die historische Altstadt sichtbarer machen“, so Wolfang Fackler (CSU). Auch Günther Schwendner (SPD) begrüßt die Planungen, auch wenn er bei den Kosten noch einige Fragezeichen sieht. Albert Riedelsheimer (Grüne) sieht in dem Weg auch eine Behebung der Radweg-Schwachstelle auf höhe der Kapellstraße.  

Anwohner sollen früh informiert werden

Der Weg soll etwa 2,30 Meter unter den angrenzenden Grundstücken entlang der Wörnitz liegen. Reichensberger will die Anwohner möglichst früh „mit ins Boot holen“. Nicht nur, weil der Bereich des Hafens in den vergangenen Monaten immer wieder durch Probleme mit alkoholisierten Asylbewerbern im Gespräch war. Künftig werden dort, wo jetzt Gebüsch entlang der Grundstücke wächst, Fußgänger und Radfahrer vorbei kommen.

Über Mara Kutzner

Redakteurin für online und blättle. Regionalpolitischen Kontroversen und sozialkritischen Themen geht sie mit Nachdruck auf den Grund. Stellt gerne kritische Fragen. Geht im Landkreis fürs blättle auf die Suche nach tollen Lifestyle Produkten. Ist auch privat sozial engagiert.