6. Februar 2019, 12:49

Landkreis: So steht es um die Baumaßnahmen an den Schulen

Archivbild. Bild: Jenny Wagner
An vielen Schulen im Landkreis Donau-Ries herrscht seiten Jahren großer Sanierungsbedarf. Bei vielen Projekten kommt der Landkreis seiner Pflicht nach, andere Projekte hingegen müssen sich gedulden.

In der Bauausschusssitzung am vergangenen Mittwochvormittag drehte sich fast alles um die aktuellen Baumaßnahmen an den hiesigen Schulen. Vor allem die Generalsanierung des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Nördlingen ist seit Baubeginn ein fortlaufendes Thema. Bis auf Restarbeiten seien laut Bauamtsleiter Joachim Aurnhammer alle Fassadenarbeiten am 1. und 2. Bauabschnitt soweit erledigt. Auch die Innenausbauarbeiten seien derzeit bereits im vollen Gange. "Aktuell sind wir im Zeitplan", bekräftigt Aurnhammer seine Ausführungen. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten verstärkt auf die Bereiche Trockenbau, Fliesen und Böden. In den kommenden Wochen wird vor allem der Umzug der Küche von der derzeitigen Aula in die neue Küche stattfinden. "Durch den Umbau der Küche wird es kein warmes Essen für circa 6 Wochen geben", erklärt Joachim Aurnhammer. Die kalkulierten Kosten von circa 33,94 Millionen Euro bleiben aktuell konstant. 

Eine Erweiterung der Berufsschule Donauwörth?

Auf Antrag der Schulleitung der Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth, sprach der Bauausschuss in der vergangenen Sitzung auch über die aktuelle Raumsituation der Berufsschule im Bereich der Holztechnik. Aufgrund des Wunsches, der bereits vor 2 Jahren seitens der Schulleitung geäußert wurde, nach einer größeren CNC-Maschine soll ein Anbau an die Werkhalle 1 erfolgen. Nun wurde auch bekannt, dass eine Initiative der Berufsschule im Gange ist, um in der Schule den Schwerpunkt Holztechnik zu erweitern. Ziel ist es die Berufsschule für künftige Auszubildende noch attraktiver zu gestalten. Diese Erweiterung hätte, so Landrat Stefan Rößle, zahlreiche Auswirkungen auf das Raumprogramm. "Wir stellen fest, dass seit 2017 in diesem Bereich nichts gelaufen ist", erklärte Fraktionsvorsitzende Ursula Straka und führt weiter an: "Wir müssen endlich anfangen, das Ganze anzutreiben. Sonst passiert nämlich das, was in den letzten Jahren passiert ist: Nämlich nichts."

Landrat Stefan Rößle und auch die CSU-Fraktion hingegen plädierten für eine überlegte Entscheidung und das Abwarten auf eine Förderzusage der Regierung von Schwaben. "Es ist unsere Pflicht, die wirtschaftliche Vorgehensweise zu prüfen. Wir müssen zuerst die Fördermöglichkeiten der Baumaßnahmen prüfen", so der Landrat. 

Einig hingegen waren sich die Mitglieder des Bauausschusses wie in Zukunft die Ludwig-Bülkow-Schule aussehen soll: "Um attraktiv zu bleiben, muss die Technik den neusten Anforderungen entsprechen. Das gehört zu einer ordentlichen Ausbildung dazu", so Ursula Straka. 

Kaputte Dächer im Schulzentrum Kaisheim

Besonders am Schulzentrum in Kaisheim herrscht dringend Handlungsbedarf. So gäbe es laut Joachim Aurnhammer seit Dezember 2018 erhebliche Mängel an der Förderschule. "Wir haben hier schadhafte Dächer und massive Undichtigkeiten. Diese Mängel können wir so nicht lassen. Die Dachsanierung hat oberste Priorität", so Landrat Stefan Rößle.

AEG: Architekturbüro prüft weitere Planungsvariante

Bereits am 10. Dezember diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses über mögliche Planungsvarianten der Sanierung des Albrecht-Ernst-Gymnasiums in Oettingen. Durch das Architekturbüro Schlientz werde nun eine dritte weitere Variante für den Umbau geprüft. Diese solle laut den aktuellen Zahlen circa 13,6 Millionen Euro kosten.