17. Juni 2019, 10:33

Förderung des Radverkehrs im Landkreis wird forciert

Radwegbeschilderung Bild: Ferienland Donau Ries
Der Landkreis Donau-Ries tritt der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern bei.

Mit dem neuen Radwegekonzept hat der Landkreis Donau-Ries ein Instrument, anhand dessen der Radverkehr in den nächsten Jahren weiter gefördert werden kann. Bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Radwegekonzeptes ist ein Austausch mit anderen Kommunen und Landkreisen nutzbringend. Der Landkreis ist daher nun der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK) beigetreten. Der Beitritt wurde vom Ausschuss Wirtschaft, Verkehr und Technologie des Landkreises einstimmig beschlossen. Eine Mitgliedschaft in der AGFK schafft gute Grundvoraussetzungen zum vom Landkreis angestrebten Ausbau des Radverkehrs und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die Auszeichnung „Fahrradfreundlicher Landkreis in Bayern“ zu erwerben. Die Kosten der Mitgliedschaft für den Landkreis Donau-Ries belaufen sich auf 2.500 Euro pro Jahr.

In der Sitzung des Ausschusses stellte der Vorsitzende der AGFK, der Fürther Landrat Matthias Dießl, die im Jahr 2012 gegründete Arbeitsgemeinschaft vor. Der AGFK gehören aktuell 60 Städte und Gemeinden sowie 8 Landkreise an. Die notwendigen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der AGFK hat der Landkreis Donau-Ries mit den entsprechenden Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, wie beispielsweise der Erstellung des Radwegekonzeptes und die Anstellung eines Radwegebeauftragten, bereits geschaffen. Darüber hinaus wurden für die Planung von weiteren Radwegen in diesem Jahr 10.000 Euro im Haushaltsetat bereitgestellt. Von der Mitgliedschaft in der AGFK kann sich der Landkreis einen großen Mehrwert erwarten. Unter anderem werden Fachgespräche der Bürgermeister und Landräte mit dem Verkehrsminister zur Radverkehrsförderung in Bayern organisiert, Mobilitätsforen speziell für Landkreise durchgeführt oder ganztägige Seminare in der Mitgliedskommune mit auf den Landkreis abgestimmten Inhalten abgehalten. Andererseits stellt die AGFK an seine Mitglieder hohe Ansprüche. Mitglieder können nur Städte, Gemeinden und Landkreise werden, die sich mit Nachdruck für die Förderung des Radverkehrs einsetzen und die geforderten Qualitätskriterien erreichen, die alle sieben Jahre von einer unabhängigen Kommission überprüft werden.

Radfahren steigert die Lebensqualität

Für Landrat Stefan Rößle ist der Radverkehr ein wichtiger Baustein, um eine erfolgreiche Kommunalpolitik für Klimaschutz, Umweltschutz und Gesundheitsvorsorge betreiben zu können. „Radfahren hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit, verursacht keine Lärm- und Schadstoffemissionen und trägt zur Reduzierung des CO²- Ausstoßes bei und wirkt sich somit unmittelbar auch auf eine gute Lebensqualität aus“, so der Landrat. Mit dem Beitritt zur AGFK hat der Landkreis einen weiteren Schritt – oder passender - einen weiteren „Tritt“ zur Förderung des Radverkehrs gemacht. (pm)