23. Dezember 2018, 08:18

Zu Weihnachten kommt Hochwasser

Archivbild Bild: Matthias Stark
Der ergiebige Regen der letzten Tage hat zu ansteigenden Flusspegeln geführt, die in den nächsten Tagen über die Ufer treten können. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth hat für den Landkreis eine entsprechende Warnung vor Hochwasser heraus gegeben.

Im gesamten Alpenvorland gilt eine amtliche Wetterwarnung vor Dauerregen. Auch in der Fränkischen Alb hat es ergiebig geregnet. Die nun steigenden Pegel haben nun das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth dazu veranlasst, eine Warnung vor Hochwasser heraus zu geben. 

"Nördlich der Donau kommt es durch den Dauerregen im Flussgebiet des Regen und der Altmühl zu stellenweise kleineren Ausuferungen in Meldestufe 1. 
Im Bayerischen Wald und Allgäu kommen nach Angaben des DWD zu den bereits gefallenen Mengen von 30 mm bis Sonntagfrüh noch bis 20 mm Regen hinzu. Am Sonntagmittag in den Alpen mit aufkommendem Regen Tauwetter oberhalb 1000 m. Bis Montagmittag in den Allgäuer Alpen bis 100, im gesamten Alpenraum bis 70 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Das abfließende Wasser führt in den betroffenen Gebieten flussabwärts zu steigenden Wasserständen in Meldestufe 1, vereinzelt auch Meldestufe 2."

Unser Büro an der Steinernen Brücke ragt aus den Fluten der Wörnitz. Bild: Matthias Stark

Situation an der Wörnitz

Als einziger Pegel in Bayern ist der Pegel Geroflingen (Landkreis Ansbach) auf Meldestufe 1 angestiegen. Der aktuelle Wasserstand liegt bei 2,55 Meter und steigender Tendenz. Bei 2,90 Metern wird Meldestufe 2 erreicht. Ob dieser erreicht wird, zeigt sich inden nächsten Stunden, wo entsprechende Regenmengen fallen.

Im Unterlauf steigt der Pegel Heroldingen im Moment noch kräftig an. In den letzten 24 Stunden von 0,97 Metern auf nun 2,27 Meter. In der Folge steigt auch der Pegel in Harburg. Aktuell liegt er bei 2,82 Meter. Die Vorhersage des Wasserwirtschaftsamtes ist aktuell noch mit Vorsicht zu genießen, da die Niederschläge anhalten und die Situation lokal beeinflussen können. Die aktuelle Vorhersage hätte für 08:45 Uhr einen Pegelstand von maximal 2,80 Meter gemeldet, die Prognose lag bei rund 2,50 Metern. Steigt die Wörnitz weiter mit diesem Tempo wird im Laufe der nächsten Stunden Meldestufe 2 erreicht werden, im Laufe des morgigen Heiligabend dann Meldestufe 3. 

Im Laufe des Tages wird der Grasparkplatz gesperrt werden. Auch die Grasstraße und das Mühlgässchen werden vom Staatlichen Bauamt für den Verkehr gesperrt werden müssen. Ob auch die Steinerne Brücke bzw. die Kreuzung Wemdinger Straße/Mündlinger Straße gesperrt werden muss, zeigt sich in den nächsten Stunden.

Ein Hochwasser wie vergangenes Jahr, als unser Büro aus den Fluten ragte, ist im Moment nicht zu erwarten. 

Situation an der Donau

Die Donau liegt im Bereich des Pegel Donauwörth bei aktuell 1,75 Metern. Im Laufe des Tages wird ein leichter Anstieg auf etwas über 2,00 Meter angenommen. Erst am morgigen Heiligabend kommt der Regen aus dem Allgäu bei uns an und sorgt für eine Sprunghaften Anstieg auf ca. 4,00 Meter und damit Meldestufe 1.

Damit muss heute noch nicht mit Straßensperrungen gerechnet werden, am morgigen Nachmittag können jedoch Behinderungen im Bereich Auchsesheimer Unterführung, Airbus-Helicopters-Unterführung und Glockenfeldweg auftreten. 

Im Oberlauf bei Neu-Ulm steigt der Pegel im Moment wieder über die Prognose, Hier fließen im Moment 222 Kubikmeter pro Sekunde die Donau hinab. Morgen Abend liegt der Wert bereits bei ca.550 Kubikmeter und damit knapp unter dem jährlichen normalen Hochwasserwert von 579. In Donauwörth liegt der Wert - aufgrund der Zuflüsse - bei aktuell 265 Kubikmetern. Für morgen Abend wird bereits ein Wert von rund 600 angenommen. Damit liegt man aber noch deutlich unter dem mittleren Hochwasserwert von 754 Kubikmeter.