Wie lernen Kinder einen sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien? Eine Antwort darauf gibt das neue Pilotprojekt Medientutoren, das vergangenen Freitag mit einem gemeinsamen Kick-off an der Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS) Maria Stern Nördlingen gestartet ist. In enger Kooperation mit der Realschule Maria Stern begleiten Studierende der Fachakademie Fünftklässler beim Einstieg in die digitale Lernwelt.
Im Rahmen des Projekts unterstützen zehn Studierende des zweiten Ausbildungsjahrs die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen bis zum Ende des Schuljahres beim Arbeiten mit dem iPad. Das Projekt ist Teil der Internetpädagogik, einem wichtigen Baustein der medienpädagogischen Ausbildung an der Fachakademie.
Praxisnaher Start: Workshop für Fünftklässler
Zum Auftakt führten die angehenden Erzieherinnen einen 90-minütigen Workshop durch. Dabei vermittelten sie grundlegende Kenntnisse zur Bedienung des iPads, erklärten die eingesetzte Hardware sowie schulrelevante Software und beantworteten erste Fragen der Kinder. Auch die Nutzung von Microsoft Teams für den Unterricht wurde altersgerecht eingeführt.
„Der Workshop mit den Kindern hat wirklich Spaß gemacht,“ konstatiert die Studierende Tuana Rieb, die als Mentorin am Projekt teilnimmt. Auch der Leiter der Fachakademie, Dr. Timo Meister, ist erfreut über die Kooperation: „Diese Kooperation ist ein Gewinn für beide Seiten: Die Studierenden haben eine weitere Möglichkeit, ihre medienpädagogische Expertise in der Praxis zu vertiefen und die Kinder werden bei ihrem Einstieg in die digitale Welt begleitet und geschult.“
Fachakademie stärkt Medienkompetenz – am Puls der Zeit
Die Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen setzt mit dem Projekt ein klares Zeichen für eine zeitgemäße Erzieherausbildung, die das Internet als Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen begreift. Die Internetpädagogik als Teilgebiet der Medienpädagogik befähigt Studierende dazu, Kinder und Jugendliche kompetent, reflektiert und verantwortungsvoll im digitalen Raum zu begleiten.
Durch die Verbindung von Theorie und Praxis erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihr medienpädagogisches Wissen direkt im schulischen Alltag anzuwenden – ein Mehrwert für beide Seiten.
Lernen in kleinen Teams
Dank der zehn beteiligten Studierenden arbeiten die Fünftklässler in sehr kleinen Lerngruppen. Jede Mentorin betreut etwa zehn Kinder. Mentorin und Kinder bilden dabei ein festes Team mit kreativen Namen wie Daten-Detektive, Netz-Ninjas, Web-Wölfe oder Tech-Tiger. Die Inhalte und Methoden sind gezielt auf das Alter der Kinder abgestimmt.
Die Studierenden stehen den Kindern während des gesamten Schuljahres als feste Ansprechpartnerinnen zur Seite und sorgen für individuelle Unterstützung.
Medienbildung mit Verantwortung
Ein weiterer Workshoptag ist bereits geplant. Im Mittelpunkt stehen dann die Themen Sicherheit im Netz und Cybermobbing. Ziel des Projekts ist es, Kinder zu einem mündigen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. Durch die Medientutoren hat jeder Fünftklässler eine verlässliche Ansprechpartnerin, die Orientierung bietet und bei Fragen oder Problemen unterstützt. (dra)