17. Dezember 2019, 08:00

Das eigene Leben riskieren, um anderen zu helfen

Carolin Weidner, Feuerwehrfrau und Manuel Uhl, Feuerwehrmann Bild: Jenny Wagner
Ob bei einem Brand, einem schweren Verkehrsunfall oder heftigen Regenfällen die Mitglieder der Feuerwehr setzen sich in Notsituationen für das Wohl anderer ein. Carolin Weidner und Manuel Uhl sind seit vielen Jahren aktive Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Asbach-Bäumenheim. Teil 2 unserer Serie "Helden des Alltags".

Aktives Mitglied bei der Feuerwehr zu sein, heißt 365 Tage rund um die Uhr im Dienst sein – und das ehrenamtlich. Denn, passieren kann zu jeder Tageszeit etwas, sei es ein Verkehrsunfall oder ein Brand. Manuel Uhl ist seit 14 Jahren aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Asbach-Bäumenheim. Der 26-Jährige ist bei Einsätzen nicht nur Gruppenführer und Atemschutzträger, sondern auch seit mehreren Jahren Jugendleiter. In seiner Funktion kümmert er sich um die Ausbildung und die Betreuung des örtlichen Feuerwehrnachwuchses.

Carolin Weidner ist eine der wenigen Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr Asbach-Bäumenheim, die aktiv an Einsätzen teilnimmt. Sie ist nicht nur ausgebildete Atemschutzträgerin und Maschinistin, sondern auch Gerätewartin. Zusätzlich hat sich die 25-jährige Bäumenheimerin noch zur Rettungssanitäterin ausbilden lassen. Sowohl Uhl als auch Weidner sind ohne Umwege zur Feuerwehr gekommen. „Das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr liegt bei uns in der Familie“, erzählt Carolin Weidner. Rund 100 aktive Mitglieder zählt derzeit die Freiwillige Feuerwehr in Asbach-Bäumenheim, stolz ist Manuel Uhl vor allem über die große Anzahl an Jugendlichen. Carolin Weidner ergänzt: „Wir sind einige der wenigen Feuerwehren in der Region, die auch eine Damengruppe haben. Insgesamt sind wir 12 Frauen.“

Wenn der Piepser geht, muss es schnell gehen

Alarmiert werden die Bäumenheimer Floriansjünger von der zentralen Leitstelle in Augsburg über sogenannte Funkmeldeempfänger. Sobald der Notruf eingegangen ist, werden – je nach Einsatz – die Mitglieder entweder über ihre „Piepser“ oder über die Sirene zu Hilfe gerufen. „Es gibt 4 verschiedene Alarmschleifen. Bei einer kleinen Schleife werden rund 15 Personen alarmiert. Bei einem Verkehrsunfall oder kleineren Bränden wird eine mittlere Schleife aktiviert. Bei einer großen Schleife werden alle verfügbaren Feuerwehrmänner und  -frauen zum Einsatz gerufen. Meistens handelt es sich um einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen oder einem größeren Brand. Ertönt die Sirene, handelt es sich wirklich um einen sehr großen Einsatz“, erklärt Manuel Uhl. „Wenn der Alarm geht, dann schnappt man sich einfach nur schnell etwas Greifbares zum Anziehen und fährt zum Feuerwehrhaus“, fügt Carolin Weidner schmunzelnd hinzu.

Auf einem großen Flachbildschirm im Feuerwehrgerätehaus erhalten dann die Floriansjünger weitere Informationen zum anstehenden Einsatz. „Es wird uns eine Karte angezeigt, wo genau wir gebraucht werden“, ergänzt der 26-Jährige. Mit dem eingeschaltetem Martinshorn geht es dann für die aktiven Mitglieder lautstark zum Ort des Geschehens. „Derjenige der am Steuer sitzt, ist folglich bei diesem Einsatz auch dafür verantwortlich. Das heißt er ist bei dem Einsatz nicht mit vorne dabei, sondern bedient das Fahrzeug“, erklärt Weidner. Sobald die Situation geklärt ist, geht es für die Floriansjünger zurück zum Feuerwehrhaus. „Wenn wir von einem Einsatz zurückkommen, gibt es eine kleine Besprechung. Im Anschluss wird das Feuerwehrfahrzeug bestückt, Sauerstofffl aschen aufgefüllt und das Auto wieder einsatzbereit gemacht“, so Carolin Weidner.

Ein Hobby mit großer Verantwortung

Spaß, Abwechslung und Menschen helfen, genau das sind die Gründe, warum sich Manuel Uhl ehrenamtlich für die Freiwillige Feuerwehr Asbach-Bäumenheim engagiert. „Das Hobby Feuerwehr nimmt natürlich einen hohen Stellenwert ein und ist mit großer Verantwortung verbunden. Aber es macht unwahrscheinlich viel Spaß“, erzählt Carolin Weidner.