27. September 2020, 09:00

Für jedes Produkt die richtige Verpackung

Abel Wellpappe in Form Bild: Maximilian Bosch
Technisch sensible Waren zu produzieren ist eine Sache – sie sicher zu versenden eine andere. Dafür benötigt man die richtige Verpackung, wie sie z.B. die Firma Abel Wellpappe in Form aus dem fränkischen Westheim herstellt.

Nichts lässt sich verschicken, ohne gut gepolstert zu sein. Besonders in den Bereichen Maschinenbau und in der Automobilbranche müssen empfindliche Bauteile gut geschützt sein, um von einem Ort zum nächsten zu kommen. Aber auch Endverbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Bestellung unbeschädigt bei ihnen zuhause ankommt. Eine innovative, kostengünstige und noch dazu klimafreundliche Lösung dafür kommt seit mehr als 20 Jahren aus Westheim. Die Firma Abel Wellpappe in Form bietet Verpackungslösungen aus mehrlagiger Wellpappe an. Von der Maßanfertigung für kleinste Teile über ganze Wellpapp-Paletten bis hin zur Systemlösung für Produkt- und Umverpackung kann das fränkische Familienunternehmen für jeden Bedarf die richtige Pappe herstellen. Aus der Kartonagenproduktion seiner Eltern heraus gründete Geschäftsführer Roland Abel 1997 die Firma Abel Kartonagen, die heute Abel Wellpappe in Form heißt und damals mit der Produktion von Wellpapp-Polstern begann. Seitdem hat sich viel getan:

Das Firmengelände in Westheim wurde stetig erweitert und bietet heute eine Produktionsfläche von rund 10 000 Quadratmetern. Von 14 Mitarbeitern ist die Belegschaft auf zwischenzeitlich 90 Beschäftigte gewachsen.

Erfolgsprodukt Multiform

Der Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens ist die Multiform: Exakt gesägte Einzelpolster, die genau auf das zu verpackende Produkt zugeschnitten sind. Zu Beginn war das weltweit einzigartig: „Die Multiform ist eine Erfindung aus unserem Haus“, berichtet Geschäftsführer Roland Abel.

Die Vorteile der Multiform sind so vielfältig wie sie selbst: Sie kann ohne Werkzeug- oder Stanzkosten hergestellt werden, ist in fast jeder Form lieferbar und kann für kleine wie große Produkte verwendet werden. Dazu kommt, dass die Verpackung aus nahezu 100 Prozent Altpapier besteht, also aus einem wiederverwendbaren Rohstoff. Verklebt wird die Wellpappe außerdem mit Kartoffelstärke statt mit chemischen Klebstoffen, denn Umweltfreundlichkeit wird hier großgeschrieben. Dank PV-Anlage mit 500 kW ist Abel Wellpappe in Form energetisch so gut wie Selbstversorger und kann CO2-neutral produzieren.

Auf die Verpackungen aus Westheim verlassen sich Kunden aus der ganzen Welt und auch die großen Namen der Deutschen Industrie. BMW, Daimler, Porsche, MAN, Siemens, Bosch und viele andere haben die Dienste des Verpackungsspezialisten schon in Anspruch genommen.

Immer noch Familienunternehmen

Unterstützung bekommt Firmengründer Roland Abel von seiner Frau Birgit (Buchhaltung und Personalwesen) sowie seinen Töchtern Selin und Dana, die beide Gesellschafter des Unternehmens sind und sich neben ihrem Studium in der Firma einbringen. Damit Abel Wellpappe in Form auch in Zukunft gut aufgestellt ist wird stets auf Ausbildung gesetzt, allein für das Jahr 2021 wurden sechs Lehrlinge in den Betrieb eingebunden.

Die Corona-Krise ist an den Westheimern nicht spurlos vorübergegangen, aber laut Roland Abel ist man mit einem blauen Auge davongekommen. Die Auftragslage des innovativen Unternehmens erholt sich langsam, und die Nachfrage nach den Abel- Verpackungen ist hoch. Wer Empfindliches also sicher verpacken will, ist auch in Zukunft gut beraten, den Blick nach Westheim zu richten.