23. März 2020, 09:20

Modernes Zuckerbäckerhandwerk weltweit gefragt

Die Geschäftsführer von Eduard Edel GmbH (von links): Thomas Wippel, Joachim Lang und Martin Lang. Bild: Eduard Edel GmbH Bonbonfabrik
Bis zu fünf Tonnen Bonbons werden Tag für Tag bei der Firma Edel produziert. Exportiert werden die Donauwörther Süßigkeiten in aller Herrenländer. Teil 1 unserer Wochenserie "Made in Donau-Ries".

Die Geschichte des Donauwörther Zuckerbäckerhandwerks reicht bis in das Jahr 1751 zurück. Der damalige Bürgermeister Johann Georg Traber war es, der diese Tradition ins Leben rief. Im Jahr 1864 heiratete der aus Biberach stammende Franz Conrad Edel in den bestehenden Betrieb ein und gründete noch im selben Jahr seine eigene Firma unter dem Namen – „Edel Bonbon“.

Bis heute stellt das Unternehmen unter diesem Namen die bunten Köstlichkeiten her – mittlerweile gibt es über 500 Sorten. Vom klassischen Kräuterbonbon über die an Weihnachten beliebten Glühwein Herzchen bis hin zu scharfen Chili Schoko Bonbons, zu finden gibt es im Sortiment der Donauwörther Firma alles was das Herz begehrt. Hergestellt werden die kleinen Köstlichkeiten nicht nur für große Kunden, sondern auch auf Sonderanfertigung.

Wert legen die Geschäftsführer des Unternehmens auf Regionalität. „Für unsere Bonbons verwenden wir ausschließlich Zucker aus Rain am Lech. Außerdem stammen viele unserer Aromen aus Nördlingen“, erzählt Geschäftsführer Joachim Lang. Verkaufsschlager des Donauwörther Unternehmens sind vor allem die Milch-Honig Bonbons. Hergestellt wird der Klassiker mit frischer Vollmilch und Bienenhonig. „Besonders beliebt sind auch unsere Fruchtbonbons“, offenbart Lang. Mittlerweile ist die Firma Eduard Edel weltweit tätig, bereits in den 1960er Jahren wurde der Grundstein für den internationalen Erfolg des Unternehmens gelegt. Nur knapp ein Prozent der Bonbons, die bei Edel hergestellt werden, landen tatsächlich bei uns im Landkreis. Über ein Drittel der Ware geht ins Ausland. Besonders in den Beneluxstaaten, in Österreich und in Skandinavien sind die Bonbons sehr beliebt. „Die Menschen in Skandinavien mögen vor allem die Bonbons mit Lakritz-Geschmack“, schmunzelt der Geschäftsführer Joachim Lang. Auf dem österreichischen Markt sind besonders die  sogenannten Seidenkracher gefragt. Diese, auch bekannt als „Wiener Krachmandeln“, werden in Österreich nicht mehr hergestellt und sind daher besonders populär. Aber auch außerhalb Europas verzeichnet das Donau-Rieser Unternehmen große Erfolge – vor allem in den USA, in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Südkorea sind die Süßigkeiten „made in bavaria“ gern gesehen.

Hohe Auszeichnung für Edel

Erstmals wurde im Jahr 2019 der Exportpreis Bayern in der Kategorie Genussland vergeben. Die heißbegehrte Trophäe sicherte sich die Bonbonfabrik Eduard Edel aus Donauwörth. „Mit dem Exportpreis zeichnen wir Unternehmen aus, die sich in besonderer Weise den Veränderungen in unserer globalisierten Welt stellen. Wir würdigen Unternehmen, die mit Mut und Erfolg ihre Chancen auf ausländischen Märkten nutzen. Bayerische Unternehmen stehen für Qualität und stärken mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Ruf Bayerns im Ausland“, so Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Joachim Lang über die Auszeichnung: „Wir haben uns im vergangenen Sommer für die Auszeichnung beworben. Als wir den Anruf bekam, dass wir gewonnen hätten, war das für uns alle eine riesige Überraschung.“