Texte mit Niewoh: Poetry Slam im Donau-Ries

Am Samstag, 4. Januar 2020, gastiert die Veranstaltungsreihe „Rieser Poetry Slam“ zum dritten Mal in Nördlingen. Bild: Andi Weiss
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Ort:
Leutnantschanze Rain am Lech

> Poetry Slam – das ist lyrischer Wettstreit der unterhaltsamen Art, bei dem Autoren mit selbst verfassten Texten auf der Bühne gegeneinander antreten. Lyrik, Prosa, Rap, Comedy, Kabarett oder Spoken Word – das Publikum entscheidet durch Applausabstimmung, wer nach zwei Runden die Auszeichnung „Künstler mit Niewoh“ mit nach Hause nimmt. Die „Kultur der zeitgenössischen Bühnendichtkunst“ ist in zahlreichen Großstädten seit vielen Jahren eine fest etablierte Größe im Kulturbetrieb. Bis 2019 war diese Kunstform im Landkreis Donau-Ries jedoch unterrepräsentiert.

Das Besondere am Rieser Poetry Slam ist der generationsübergreifende Aspekt: Das Publikum setzt sich aus allen Altersklassen zusammen, und auch auf der Bühne standen bisher Poetinnen und Poeten von 14 bis 75 Jahren. Trotz dieser kurzen Zeitspanne und trotz der Pandemie-Situation hat es der „Rieser Poetry Slam“ ins Kulturprogramm folgender Städte geschafft: Oettingen, Nördlingen, Wemding, Bopfingen, Rain am Lech, Neresheim, Wassertrüdingen, Dillingen. Aus dem losen Auftakt in Nördlingen hat sich die Veranstaltungsreihe „Rieser Poetry Slam“ um ein festes Team aus Jens Hoffmann (Moderation, Weißenburg) und Andi Weiss (Organisation, Oettingen) und wechselnden Veranstalter*innen entwickelt.


Aufgrund des Titels wird die Veranstaltung manchmal dahingehend missverstanden, dass ausschließlich lokale Poeten auftreten. Dem ist nicht so. Vielmehr lädt Moderator Jens Hoffmann zu jedem Slam ein Ensemble aus bühnenerfahrenen Künstler*innen ins Ries ein, um ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Natürlich steht die Bühne auch lokalen Poet*innen und Autor*innen offen. Die Anmeldung lokaler Teilnehmer*innen ist bisweilen enorm. So haben sich hiesige Talente aufgetan, welche den Slam gegen die alten Hasen der Bühnenpoesie gewonnen haben.