18. November 2020, 13:50

Grundstein für Neubau der Kita St. Michael in Nördlingen gelegt

Bei der Grundsteinlegung von links: Oberbürgermeister David Wittner, Kirchenpfleger Peter Bühlmeier, Architektin Susanne Moser-Knoll und Pfarrer Benjamin Beck. Bild: Maximilian Bosch
Im Rahmen einer kleinen Andacht wurde am Mittwochvormittag, 18. November, der Grundstein für die Kita St. Michael gelegt, die in der Kolpingstraße in Nördlingen gerade neu errichtet wird.

Um 11 Uhr konnte Pfarrer Benjamin Beck von der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Nördlingen einen kleinen Kreis von Gästen begrüßen, darunter Oberbürgermeister David Wittner, Stadtrat Steffen Höhn, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Susanne Winter, Architektin Susanne Moser-Knoll und einige Anwohner. „Wir feiern unter erschwerten Rahmenbedingungen“, meinte Beck zu Beginn der coronabedingt klein gehaltenen Andacht, aber eine Grundsteinlegung lasse sich nun einmal nicht verschieben.

Besonders die Kinder mitsamt Erzieherinnen und Kita-Leitung hieß der Pfarrer herzlich willkommen. Die Kinder sind für die Dauer der Bauarbeiten im Pfarrzentrum St. Salvator untergebracht und wirkten an der Andacht fleißig mit.

Die Kindertagesstätte St. Michael sei ein Ort, an dem das Fundament für das Leben von vielen Kindern gelegt wird, führte Pastoralpraktikant Kiechle aus. Leben brauchen genau wie Gebäude eine gute Basis, und wenn Gott das Fundament sei, könne nichts mehr passieren, so Kiechle.

Im Grundstein selbst wurde eine Zeitkapsel eingemauert. Die hohle Plastikrolle ist mit zwei Münzen, einem Pfarrbrief, einer Ausgabe der Tageszeitung, einer Liste mit Namen der Architektin und der Fachplaner, dem Bauplan der Kita und einer Urkunde mit der Bitte um Gottes Segen befüllt. Zusätzlich kam ein kleines Säckchen mit bunten Steinen hinein, die von den Kita-Kindern gestaltet wurden, sowie mit einer Papierrolle voller Bilder des alten Kita-Gebäudes, das dem Neubau weichen musste.

Oberbürgermeister Wittner: „Ein besonderer Tag“

David Wittner bezeichnete den zweigeschossigen Neubau für 80 Kinder als „bedeutende Investition in die gesamte Stadt“. Kindertagesstätten seien ein Symbol gebauter Zukunft. Gerade in den vergangenen Wochen und Monaten sei deutlich geworden, dass verlässliche Kinderbetreuung ein wichtiger Anker des Familienlebens sei. Besonders freue ihn, dass in der Einrichtung Platz sei für Kinder mit und ohne speziellen Förderbedarf. Die Stadt und der Freistaat Bayern seien daher gerne mit Fördermitteln in Höhe von 2,8 Millionen Euro beteiligt, was 80 Prozent der Gesamtinvestitionskosten von 3,5 Millionen Euro ausmacht. „Das ist gut investiertes Geld“, so der Oberbürgermeister.

Mit der Fertigstellung des Neubaus ist im 1. Halbjahr 2022 zu rechnen. Pfarrer Benjamin Beck beendete die Versammlung mit der Hoffnung, dass man dann auch wieder ohne strenge Auflagen zusammenkommen und auf die Kita anstoßen könne.