21. Februar 2022, 11:06
Basketball

Niederlage der Eigner Angels beim USC Freiburg

Das Team der Eigner Angels in der Saison 2021/2022. Bild: BG Donau-Ries
Drei gute Viertel reichen den Eigner Angels nicht zum Sieg: Mit 87:69 fällt die Niederlage (40:43) in Freiburg etwas zu hoch aus.

16 Tage gab es kein Spiel für die Damen der Eigner Angels aus Nördlingen. Vorteil oder Nachteil für die Rieserinnen beim Tabellenzweiten vom USC Freiburg? Bleiben die Angels im Rennen um die Playoffs oder mussten sie einen Rückschlag hinnehmen? Wie hat das Team und Mannschaftskapitänin Sami Hill die gesundheitlichen Probleme in der Vorwoche von Kim Pierre-Louis verkraftet? Konnten sie den Hinspielerfolg aus dem vergangenen November wiederholen, als man in eigener Halle knapp gewann? Das Auswärtsspiel bei den Eisvögeln brachte Antworten. Die meisten werden dem Angelsanhang nicht gefallen.

Die Breisgauerinnen konnten in der Nördlinger Basketballabsenz einen Auswärtssieg bei der TK Hannover landen und mussten am vergangenen Mittwoch eine 86:94-Heimniederlage gegen die Panther aus Osnabrück hinnehmen. Entsprechend motiviert starteten sie auch ins Spiel.

Kein schlechter Start 

Dass der Weg in die angestrebten Playoffs über eine konzentrierte Verteidigungsarbeit führte, war den Angels bekannt. Coach Ajtony Imreh verwies explizit auf die wichtige Aufgabe, die gefürchteten Freiburger Fastbreaks zu unterbinden. Das gelang den Eigner Angels in der gut gefüllten Unisporthalle eigentlich ganz gut, vor allem in der ersten Halbzeit. So führten Hill, Pounds und Pierre-Louis den Tabellenneunten aus dem Ries nach anfänglichem Rückstand an den Favoriten heran und übernahmen Führung und Zepter. Unterstützt wurden sie dabei von den Nördlinger „Azubis“ Nina Rosemeyer, Mariam Hasle-Lagemann und Bianca Helmig, die ihren Starterinnen wertvolle Luft verschafften. Verdient holten sich die Angels beide Viertel und gingen mit einer 43:40-Führung in die Halbzeitpause. Die Führung gründete auch auf einer guten Reboundarbeit, sonst nicht unbedingt eine Paradedisziplin der Nördlingerinnen.

Nach der Halbzeitpause verloren die Angels die Führung

Das dritte Viertel war ein offener Schlagabtausch. Erst in der 26. Minute mussten die Schwaben die Führung an die Eisvögel wieder abgeben (51:52). Was zu diesem Zeitpunkt niemand wusste: Sie wurde auch nicht mehr zurückgeholt. Die Angels hatten bei eigenen Angriffsbemühungen viel Pech, den Ball im Netz ihrer Gegnerinnen unterzubringen. Ergebnis einer mehr und mehr unorganisierten Angriffsarbeit und vieler Einzelleistungen? Auf jeden Fall war die Wurfquote aus der Nahdistanz im freien Fall. Die Freiburgerinnen gingen mit einem 59:57 in das letzte Viertel und auf Nördlinger Seite wusste man, dass man es jetzt nur noch mit einer guten mannschaftlichen Geschlossenheit schaffen konnte.

Die fehlte aber im letzten Viertel, das Kim Pierre-Louis mit einem tollen Wurfblock gegen ihre Gegenspielerin eröffnete. Freiburg behauptete die Führung weiter und konnte sich mit 67:60 absetzen (33. Minute). Die Playoffanwärterinnen aus dem Ries mussten wesentlich härter für weniger Erfolg arbeiten, während die Freiburger Offensive durch gutes Zusammenspiel ein ums andere Mal Lücken in die Nördlinger Verteidigung riss. Wie so oft diese Saison sorgte Elina Koskimies dafür, dass der Abstand zum Tabellenzweiten nicht größer wurde.  

Aber Koskimies allein konnte es auch nicht richten. Erschwerend kam hinzu, dass Sami Hill nun gegen die 1,91 große, erst 19-jährige Jugendnationalspielerin Lina Sontag spielen musste. Und Sontag machte einen guten Job. Kurz vor Ende schied Hill mit fünf Fouls aus. Nachdem die Nördlingerinnen des Motors ihres Siels nun mehr oder weniger beraubt waren, zogen die Freiburgerinnen unaufhaltsam davon.

Ein verdienter Sieg der Gegner

Die folgende 87:69-Niederlage der Eigner Angels fiel zwar etwas zu hoch aus, war aber nicht unverdient für die Eisvögel aus Freiburg. Auch ein Double-Double von Kim Pierre-Louis mit 15 Punkten und 10 Rebounds konnten diese nicht verhindern. Knapp drei gute Nördlinger Viertel, zwölf Ballverluste und eine gerade noch durchschnittliche Wurfquote von letztendlich 41 Prozent aus der Nahdistanz reichten gegen den Favoriten aus Freiburg nicht. Die Chancen auf die Playoffplätze sind zwar noch vorhanden, schwinden aber mit jeder weiteren Niederlage. Am Mittwoch, gegen Keltern, muss jetzt ein Sieg her, will man nicht vorzeitig aus dem Rennen um die Meisterschaftsrunde ausscheiden. (pm)

Für die Eigner Angels spielten:

Asha Thomas (8 / 2 Dreier), Nina Rosemeyer (3 / 6 Rebounds) Elina Koskimies (14 / 1 Dreier), Sami Hill (21 / 1 Dreier), Marina Dzinic, Mariam Hasle-Lagemann,  Anissa Pounds (8 / 1 Dreier), Bianca Helmig, Kimberley Pierre-Louis (15 / 10 Rebounds)

Freiwurfquote:  5/9  (55 Prozent)

Dreierquote:  6/23 (26 Prozent)

Rebounds: 39

 

Bei Freiburg waren am auffälligsten: Yasuma (18), Little (18), Radic (11), Reed (11 / 1 Dreier)

Freiwurfquote:  18/21 (85 Prozent)

Dreierquote:  3/15 (20 Prozent)

Rebounds: 45