1. März 2016, 11:10

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Antonina aus Monheim ist Küchenchefin in der Dominikanischen Republik

Antonina in der Dominikanischen Republikd Bild: privat
Küchenchefin am anderen Ende der Welt...
Antonina Biebrich kommt ursprünglich aus Monheim und lebt seit zwei Jahren in der 7.700 km entfernten Dominikanischen Republik, genauer gesagt in Las Terreneas. Die 25-Jährige ist Küchenchefin in dem Restaurant "Mi Corazon" und kann sich jeden Tag erneut von den dominikanischen Spezialitäten faszinieren lassen.
Die Dominikanische Republik bietet eine vielseitige Landschaft Bild: privat
Der Hit im Restaurant ist der karamellisierte Kaiserschmarrn, denn dort kennt ihn niemand und er ist einzigartig. Aber das Restaurant ist auch für seine Hochzeitstorten bekannt, zum Restaurant gehört auch eine Patisserie. Antonina ist experimentierfreudig und probiert gerne neue Mischungen aus europäischem und karibischem Essen aus. Ein weiterer Klassiker ist ein im Korb gedämpftes Goldbrassenfilet mit Passionsfrucht, Sauce Hollondaise und Camembertrisotto. Antonina ist gelernte Köchin, Küchenchefin und Diätköchin. Schon als sie ihre Ausbildung 2006 in Bad Wörishofen als Köchin angefangen hatte, war es ihr Traum, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen.
Diesen Traum hat sie sich in der Dominikanischen Republik erfüllen können. Doch eigentlich war es eher eine spontane Aktion, wie sie erzählt. Ihr ehemaliger Küchenchef, der im gleichen Restaurant tätig ist, hat sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte, auch dort zu arbeiten. Da es an Arbeit nicht fehlte, gab es nichts zu verlieren und die Antwort war längst entschieden. "No risk - no fun", das ist das Motto der Auswanderin. Zuvor war Antonina allerdings noch  nie in der Dominikanischen Republik gewesen. Nachdem sie 2010 bis 2013 in der Schweiz gelebt hatte, ging es gleich los. Familie und Freunde fanden die Idee super, und da ihre Eltern auch Weltenbummler sind, war es für sie nicht weiter schlimm. Zudem sind Antoninas Freunde auf der ganzen Welt verteilt, was in der Gastronomie natürlich so üblich ist.
Es gibt sogar noch nahezu unberührte Strände Bild: privat
Auch wenn Antonina immer wieder gerne in ihre Heimatstadt Monheim zurückkommt, könnte sie sich nicht vorstellen, wieder dorthin zu ziehen. "Ja, man lebt hier schon viel einfacher, die Dominikanische Republik ist ein Drittweltland, das darf man nie vergessen! Doch wenn man sich einmal eingelebt hat, die Sprache (Spanisch) gelernt hat, kann man sich hier sehr wohl fühlen. Die Menschen hier leben bewusster. Man sitzt nicht den ganzen Tag vor dem TV oder dem Computer. Das schätze ich sehr! Das Leben hier spielt sich viel mehr draußen ab und man lernt viel über die Natur."
Natürlich gibt es auch vieles, was sie an Deutschland vermisst. Vor allem das deutsche Essen fehlt ihr. In der Dominikanischen Republik wird man zwar mit exotischen Früchten und frischem Fisch verwöhnt, aber manchmal würde sie auch gerne wieder in eine leckere Scheibe Leberkäse beißen. Heimatgefühle kommen aber dann auf, wenn sie Besuch aus Deutschland bekommt - und das nicht wenig. Jedes Jahr besuchen sie Freunde und Familie. Klar, wenn man 5 Minuten vom Strand entfernt lebt, bietet es sich an und einen günstigeren Urlaub in der Karibik bekommt man nicht.
Wenn Antonina mal nicht in der Küche steht, verbringt sie ihre Freizeit gerne in der Natur. Die Dominikanische Republik bietet eine Fülle an Möglichkeiten, wie beispielsweise viele Höhlen, Wasserfälle und natürlich unberührte Strände. "Da ich in Las Terrenas wohne und nicht in einem Touristengebiet wie Punta Cana oder Puerto Plata, habe ich hier viel mehr Möglichkeiten, das wahre dominikanische Leben mitzubekommen. Und natürlic verbringe ich viel Zeit mit meinem Freund Miguel und seiner Familie. Sie haben mich sehr herzlich aufgenommen", berichtet sie.