13. März 2020, 10:52

Mahnwache zur Atomkatastrophe in Fukushima

Symbolbild Bild: pixabay
Die Mitglieder des Ortsverbandes der Nördlinger Grünen hatten wie die Jahre zuvor zur Mahnwache am 11. März zur Atomkatastrophe von Fukushima an den Kriegerbrunnen eingeladen.

„Der Atomunfall jährt sich zum neunten Mal und dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von immensem Ausmaß. Japan will durch die Olympischen Sommerspiele 2020 auch auf den Wiederaufbau Fukushimas aufmerksam machen. Dabei gibt es in der Präfektur immer noch alarmierende Messungen,“ fasste die Kreis- und Stadträtin Andrea Eireiner zusammen.

„Die Spiele sind natürlich eine Chance, dass mehr Menschen auch hierzulande auf das Thema aufmerksam werden“, sagte Alexandra Hay. Für sie ist das alles ein einziger Skandal. Die japanische Regierung missbraucht die Olympischen Spiele als Propagandainstrument. „Die Spiele sollen beweisen, dass in Fukushima alles unter Kontrolle ist. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.“ Wolfram Wegele meinte dazu:  „Man muss wissen, dass die Regierung die zulässigen Strahlengrenzwerte um das Zwanzigfache erhöht hat und es Messungen unabhängiger Organisationen mit erschreckenden Ergebnissen gegeben hat.“ Er spielt auf Messungen von Greenpeace im vergangenen Jahr an. Demnach übersteigen die Strahlungen an bestimmten Hot-Spots die erlaubten Werte um das Hundertfache. 

„Es gibt noch keine Entwarnung! Um solche Katastrophen zu verhindern, muss das Ziel weltweit sein: Weg von nuklearen und fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien“, forderte Andrea Eireiner abschließend. (pm)