18. Dezember 2019, 17:36

Fast Hundert Schulen sind finanziert

Von links: Landrat Stefan Rößle, Günther Datz (Vertreter Gemeinde Feichten), Ehepaar Gertrud und Josef Schmidt, Leo Feichtner (2. Bürgermeister Halsbach) und Sepp Rottenaicher (1. Bürgermeister Halsbach) Bild: Yvonne Adam
Seit drei Jahren gibt es die Aktion "1000 Schulen für unsere Welt", welche Landrat Stefan Rößle ins Leben rief und mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet hat. Bis jetzt sind 99 Projekte abgeschlossen, bzw. derzeit in Arbeit. Weitere sind bereits in Planung.

Der Ort Fada N'Gouma liegt in Burkina Faso, einem Binnenland in Westafrika, welches zu den zehn ärmsten Ländern der Erde zählt. Hier soll der Kindergarten um den Neubau eines Gebäudes mit Speisesaal, Ruheraum und Küche erweitert werden. Dies wird ermöglicht durch die großzügige Spende von Gertrud und Josef Schmidt aus Bäumenheim. Das Ehepaar spendet schon seit vielen Jahren für soziale Projekte und nun haben sie die komplette Fördersumme dieses Bauprojekts übernommen. "Es ist uns wichtig, dass die Kinder eine Zukunftsperspektive haben. Das Geld muss dahin, wo es wirklich gebraucht wird", so Gertrud Schmidt.

In Kooperation mit missio München, einem internationalen Missionswerk der katholischen Kirche, kann die Aktion "1000 Schulen für unsere Welt" so nun ein weiteres Projekt vollständig finanzieren. 108 Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter werden von der Erweiterung profitieren. Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München, freut sich sehr über die Großzügigkeit: "Bildung ist etwas, dass einem keiner nehmen kann. Wir möchten mehr Lebensqualität vor Ort schaffen können und sind den Unterstützern sehr dankbar."

Zwei Projekte in Äthiopien

Ein weiteres Projekt ist in Gublak, Äthiopien, geplant. "1000 Schulen für unsere Welt" und missio München möchten dort ein Wohnheim für 30 Schüler bauen. Die Verwaltungsgemeinschaft Kirchwaidach - bestehend aus den Gemeinden Halsbach, Tyrlaching, Feichten und Kirchwaidach - im Landkreis Altötting, sammelt derzeit Spenden für dieses Projekt.

"Stefan Rößle und ich kennen uns schon länger und er hat mir von der Aktion der 1000 Schulen erzählt. Also habe ich ihn zu uns in den Landkreis eingeladen, um das Projekt vorzustellen", erklärt Sepp Rottenaicher, Bürgermeister von Halsbach. "Wir haben beschlossen, eines der Projekte zu finanzieren und bildeten eine Projektgruppe, um Spenden zu sammeln. Wir haben knapp die Hälfte der benötigten Summe bereits zusammen." Nachdem die Verwaltungsgemeinschaft aber nach dem ersten Projekt nicht aufhören möchte, sind bereits jetzt schon Vorausplanungen für den weiteren Bau einer Schule in Äthiopien im Gange.

Landrat ruft weiter zum Spenden auf

"Gerade jetzt zur Weihnachtszeit kommen viele Spenden zusammen. Mich freut das sehr. So können wir den Menschen in den hilfsbedürftigen Ländern die Unterstützung geben, die sie brauchen. Doch wir dürfen nicht aufhören", so Landrat Rößle. Alle künftigen Spenden, die auf das Spendenkonto des

gehen, werden für ein Projekt in Simara, Nepal, gesammelt. Dort soll eine Schule durch den Bau von Klassenzimmern erweitert werden, um den 640 Schülern und 200 Vorschulkindern mehr Platz bieten zu können.