24. Dezember 2019, 09:37

Was ist aus der anonymen Spende geworden?

Die neue Schule in Liberia Bild: Fly & Help
Passend zur Weihnachtszeit und dem Abschluss eines erfolgreichen Jahres für die mittlerweile bundesweite Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ erreichte Landrat Stefan Rößle zum vierten Advent eine erfreuliche Nachricht aus Liberia. Das Geld, das Landrat Stefan Rößle an Ostern in seinem Briefkasten vorfand, wurde für den Bau einer Schule in Liberia verwendet. Von dort erhielt das Landratsamt jetzt die ersten Bilder der fertiggestellten Schule.

Mit Hilfe dieser Spende wurde in Liberia eine neue Schule mit 6 Klassenräumen inklusive Ausstattung und Toilettengebäude für 140 Schülerinnen und Schüler sowie ein Brunnen, der auch die Anlieger der Schule mit Wasser versorgt, in Kooperation zwischen der Stiftung Fly & Help, dem Verein Street Child Liberia und dem Bildungsministerium in sehr  guter Qualität gebaut.

Nun müssen die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen nicht mehr zwei Stunden zu einer anderen Schule laufen, um ihre Grundschulausbildung abzuschließen. Darüber hinaus ist mit dem Projekt die Akzeptanz der Eltern für die Bedeutung von Bildung gestiegen. Oft verwehren die Eltern ihren Kindern noch den Besuch einer Schule insbesondere wenn der Weg zur Schule sehr weit ist.

Dies ist wahrlich eine frohe Botschaft zur Weihnachtszeit auch im Hinblick auf die Nöte und Sehnsüchte unserer Mitmenschen weltweit. Der selbstlose Beitrag dieses anonymen Spenders oder Spenderin verdient großen Respekt und Dank, was das Landratsamt auf diesem Wege gerne noch einmal ausdrücklich betonen und wertschätzen möchte. Auch im Namen der Kinder der Schule in Iman Tunis in Liberia, die sich immer an diese großzügige Geste erinnern werden, wenn sie auf das Schulschild schauen. Dort wird vermerkt sein, dass die Schule von einem Spender aus dem Landkreis Donau-Ries finanziert wurde.

Die Spende in Höhe von 55.500 Euro, die bei Landrat Stefan Rößle anonym im Briefkasten deponiert wurde, übersteigt sogar die Baukosten der Schule einschließlich Zusatzeinrichtungen. Der Restbetrag wird für das Schulbauprojekt des Landkreises in Burkina Faso verwendet, das mittlerweile ebenfalls vollständig finanziert ist und im ersten Quartal 2020 abgeschlossen wird. Man darf also davon ausgehen, dass in diesem Jahr einige Kinder zusammen mit den großzügigen Spendern aus dem Landkreis Donau-Ries ein glückliches und zufriedenes Weihnachtsfest feiern können. (pm)