27. Januar 2021, 15:04

SPN-Schule in Tansania: Schulbeginn ist erfolgt

Erster Schultag an der SPN-Schule in Tansania. Bild: SPN Schwaben Präzision
Zum 100-jährigen Jubiläum der SPN Schwaben Präzision in 2019 finanzierte das Nördlinger Traditionsunternehmen zusammen mit der Fritz und Lieselotte Hopf-Stiftung und dem Verein „Vier Steine für Afrika e.V.“ unter dem Dach des Projektes „1000 Schulen für die Welt“ eine Einrichtung für Kinder mit Inklusion in Korogwe, Tansania.

Die Planungen der Schule in Tansania hatten bereits im Juni 2019 begonnen, als Schwester Gaspara, Oberin der Usambara Schwestern, in Deutschland zu Besuch war. Es war schnell klar, dass es eine Inklusionsschule werden sollte, da diese Gruppe von Menschen oft von der Gesellschaft ausgegrenzt und nicht gefördert werden. Darüber hinaus sollte die langfristige Zielsetzung des Schulzentrums eine technische Ausbildung beinhalten.

Bereits an der Jubiläumsfeier anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der SPN Schwaben Präzision im September 2019 konnte Schwester Gaspara mit eindrucksvollen Bildern vom Baufortschritt berichten. Damals nahm sie dankend den Spendencheck in Höhe von 40.000,00 € von den Geschäftsführern Herrn Georg Jaumann und Herrn Dipl.-Ing. Rainer Hertle sowie dem Vorstandsvorsitzenden der gemeinnützigen Fritz und Lieselotte Hopf-Stiftung, Herrn Josef Seitz entgegen.

Der Bau der Schule sollte zügig voranschreiten um den Schulstart im Januar 2020 nicht zu gefährden. „Leider haben wir des Öftern zu spüren bekommen, wie das „echte Leben“ in einem Land wie Tansania mit neuen Herausforderungen, Pläne über den Haufen wirft und dadurch Verzögerungen mit sich bringt.“, erzählt Rainer Hertle, technischer Geschäftsführer der SPN Schwaben Präzision. Ende November 2019 gab es heftige und langanhaltende Niederschläge in dieser Region Tansanias und darauf folgend große Überschwemmungen. Es wurden keine Rohstoffe und Baumaterialien mehr geliefert. Die Bauarbeiten konnten nicht zeitgerecht und sicher weitergeführt werden.

In der Folge brachte die Corona-Pandemie die Zielpläne ein weiteres Mal durcheinander.  Im August 2020 ging der Bau der Schule in Korogwe endlich in die Endphase. Die Genehmigung der Schule wurde durch die Regierung erteilt, und der Start Anfang 2021 wurde ins Auge gefasst.

Der Schulbetrieb mit der ersten Klasse hat am 25. Januar 2021 gestartet. 37 Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsgebiet der Orte Kwamdolwa, Kichangani und Goo werden nun dort betreut. Im folgenden Schuljahr wird dann die Schülerschaft mit der 2. Klasse erhöht. Jedes Jahr soll die Schule nun um einen weiteren Jahrgang vergrößert werden. Ziel sind 7 Jahrgangsstufen, welche mit zwei Schlafsälen für Internatsschülerinnen und -schüler ergänzt wird. Ein Speisesaal und eine Küche komplettieren die Schule, die der Verein „Vier Steine für Afrika“ spendete.

Spenden, spenden, spenden

Schulprojekt in Korogwe. „Wir freuen uns sehr, die Fortschritte bei unserem nachhaltigen Projekt zu verfolgen – es ist beeindruckend zu sehen, was Schwester Gaspara und ihr Team auf die Beine gestellt haben. Wir sind überzeugt, dass dieses Projekt einen kleinen, aber sichtbaren Beitrag dazu leisten wird, die Bildungs- und Ausbildungssituationen in den ärmeren afrikanischen Ländern zu verbessern.“, so der technische Geschäftsführer Rainer Hertle. Auch sein Geschäftsführer-Partner Georg Jaumann ist von der Zielrichtung des Vorhabens unbedingt überzeugt: „Schulen zu bauen, um in Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen zu investieren, ist ein fundamentaler Baustein für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft – und zwar auf allen Ebenen. Es ist für uns eine wirklich großartige Möglichkeit, uns auf diese Weise daran beteiligen zu können.“ (pm)